Focus umgerüstet
Ford fährt in Schweden mit Alkohol

Ford hat seinen ersten Wagen, der mit einem Alkohol/Benzin-Gemisch betankt wird, in Schweden vorgestellt.

STOCKHOLM. Der Flexifuel - so lautet der Name des jüngsten Ford-Sprösslings aus deutscher Produktion - ist äußerlich kaum von einem Serien-Focus zu unterscheiden. Nur ein Logo am Heck weist auf die geänderte Motorisierung hin. Der Flexifuel wird mit Ethanol betankt, genau genommen mit einem Gemisch aus 85 % Ethanol und 15 % Benzin. Wobei der Alkohol von Sekab (Svensk Etanolkemi AB) in Örnsköldsvik aus Abfällen aus der Holzverarbeitung und der Zellstoff- und Papierindustrie gewonnen wird. Die Schweden haben dieses Ethanol-Projekt bereits 1994 gestartet, bei dem zunächst das Ford-Modell Taurus aus den USA zum Einsatz kam.

"Unser Focus-Modell ist der einzige ethanoltaugliche Pkw aus europäischer Serienfertigung", unterstreicht Wolfgang G. Schneider, Vize-Präsident von Ford-Europa. Die Produktion ist im November 2001 im Werk Saarlouis angelaufen. Der Autobauer will bis Ende 2002 rund 3 000 des umgerüsteten Fahrzeugs nach Schweden liefern.

Beim Fahren mit dem Ethanol-Benzin-Gemisch müsse der Autofahrer keine Leistungseinbußen in Kauf nehmen, versichert Autobauer Ford. Für den Flexifuel wurde der 1,6-Liter-Motor des Focus modifiziert. Dieser hat beispielsweise einen neuen Kraftstofftank und neue Leitungen, speziell gehärtete Ventile und ein eigens entwickeltes Motormanagement-System. Das Besondere: Falls keine Ethanoltankstelle in Reichweite ist, kann auch mit Benzin weitergefahren werden. Das Motormanagement-System erkennt die Zusammensetzung des Kraftstoffs, d.h. den Alkoholanteil, und passt den Motor automatisch an.

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