Fördergelder veruntreut
Bewährungsstrafe für Ex-Vulkan-Chef

Wegen Untreue ist der ehemalige Vulkan-Chef Friedrich Hennemann am Freitag vom Landgericht Bremen zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden.

afp BREMEN. Gegen zwei weitere Ex-Manager des Werftverbundes wurde die gleiche Strafe verhängt. Die Verurteilten hatten nach Überzeugung der Anklage rund 850 Mill. DM (knapp 435 Mill. ?) Fördergelder für die ostdeutschen Verbundwerften Wismar und Stralsund veruntreut und zweckentfremdet für westdeutsche Firmen genutzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte für Hennemann vier Jahre Haft beantragt, für die beiden anderen Manager dreieinhalb beziehungsweise drei Jahre Freiheitsstrafe. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Das Gericht hielt sich nun so etwa in der Mitte beider Forderungen. Die Richter sahen es dabei als erwiesen an, dass Hennemann, Günter Smidt und Johannes Schnüttgen die 1992 und 1993 für die ostdeutschen Werften gezahlten Aufbauhilfen veruntreuten.

Der Bremer Vulkan Verbund war einst der größte Werftenverbund in Deutschland. Nach dem Zusammenbruch des Verbundes im Mai 1996 stellte sich heraus, dass das Management den Großteil des für ostdeutsche Firmen bestimmten Fördergeldes in das so genannte Cash-Management der Holding eingestellt hatte. Damit war es für die Werften an der Ostseeküste verloren.

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