Förderkonzern hat 800 Millionen Pfund Schulden
Shell will Enterprise Oil übernehmen

Der Mineralölkonzern Royal Dutch/Shell Group will Großbritanniens größtes unabhängiges Ölförderunternehmen, Enterprise Oil, für 3,5 Milliarden Pfund übernehmen.

Reuters LONDON Enterprise Oil wird die Öl- und Gasproduktion von Shell um rund sechs Prozent erhöhen und Shells Präsenz in der Nordsee sowie in Italien und Brasilien verstärken.

Shell zahlt 725 Pence je Enterprise-Aktie in bar. Das entspricht einem 15-prozentigen Aufschlag auf den Schlusskurs der Enterprise-Aktien vom Donnerstag von 629 Pence. Enterprise wird so mit rund 3,5 Milliarden Pfund bewertet.

Shell übernimmt auch die Schulden von Enterprise in Höhe von 800 Millionen Pfund. Als Folge der Transaktion erwartet Shell jährliche Kosteneinsparungen von rund 300 Millionen Dollar sowie einen Anstieg beim Ergebnis vor Abschreibungen von 2003 an. Nach Abschreibungen werde der Zukauf das Ergebnis geringfügig belasten, allerdings um weniger als zwei Prozent.

Ursprünglich hatte die italienische Öl- und Gasgruppe ENI SpA als wahrscheinlichster Käufer von Enterprise Oil gegolten. ENI SpA hatte zuvor bereits den in Großbritannien ansässigen unabhängigen Ölförderkonzern Lasmo Oil gekauft.

Shell-Aktien lagen am gegen Mittag an der Londoner Börse 0,10 Prozent im Plus bei 523,2 Pence, während Enterprise-Titel mehr als 15 Prozent auf 725 Pence gewannen. Der Gesamtmarkt notierte unterdessen 0,3 Prozent schwächer. An der Mailänder Börse stiegen ENI-Papiere in einem freundlichen Marktumfeld um knapp ein Prozent auf 16,94 Euro.

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