Fördermenge wird angepasst
Opec will Überproduktion senken

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) will weniger Öl auf die Weltmärkte liefern, um einen Preisverfall zu verhindern. Opec-Präsident Rilwanu Lukman appellierte am Donnerstag in Wien nach Beratungen an die elf Mitgliedsländer auf einer Sonderkonferenz, die Förderdisziplin zu verbessern.

HB/dpa WIEN. Einige Opec - Mitglieder übertreffen die ihnen zugewiesene Menge. Um diesen Staaten entgegenzukommen, wurde die tägliche Fördermenge um 1,3 Millionen Barrel auf 23 Millionen Barrel (je 159 Liter) erhöht.

Tatsächlich hatten die Opec-Länder sich ohnehin nicht an die 23 Millionen Barrel täglich gehalten, sondern etwa 3 Millionen Barrel mehr gefördert. Mit der Erhöhung wurde ein Appell an alle Opec - Staaten gerichtet, die tägliche Produktion auf das jetzt vereinbarte Maß zurückzufahren.

Sollten sich tatsächlich alle Opec-Länder an ihre Quoten halten, käme das auf eine Verringerung des Angebotes um bis zu 1,7 Millionen Barrel am Tag gleich. Vor allem Saudi-Arabien hatte sich als größter Opec-Produzent für eine solche Regelung eingesetzt. Das Land hatte gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten vor einem drastischen Preisverfall gewarnt, sollten die Opec-Staaten keine Förderdisziplin einhalten. In diesem Zusammenhang wurde auf den Preissturz vor drei Jahren verwiesen, als ein Barrel weniger als zehn Dollar gekostet hatte.

Zuletzt war der Barrelpreis auf 26,70 Dollar gestiegen. Er näherte sich damit wieder dem oberen Ende des von der Opec angestrebten Preisbandes zwischen 22 und 28 Dollar. Die Opec bestreitet rund ein Drittel der weltweiten Erdölförderung. In einer ersten Reaktion bezweifelten Branchenexperten, dass sich die Opec-Länder wirklich an die ihnen zugewiesenen Produktionsquoten halten werden.

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