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"Fördern und Fordern"

Auf dem SPD-Parteitag wirbt der Kanzler für die Unterstützung in der Außenpolitik und warnt vor "billigem Anti-Amerikanismus". Er fordert seine Parteigenossen zur Unterstützung einer "veränderten deutschen Außen- und Sicherheitpolitik mit Militäreinsätzen" auf. Gerhard Schröder betont, dass dies Leitlinie der Regierung seit Amtsantritt im Jahr 1998 und nicht erst seit dem 11. September sei. Als eine Ursache für die fast 4 Millionen Arbeitslosen nennt er hingegen - dem allgemeinen Trend entsprechend - die Folgen des Terroranschlags. Damit lenkt er von seinen Versäumnissen ab: Bereits bei Amtsantritt hatte der Kanzler versprochen, die Arbeitslosenzahlen bis Mitte 2002 auf 3,5 Millionen zu drücken. Dieses Ziel hat er nun bis auf Weiteres verschoben und erneut Arbeitsmarktreformen angekündigt. Was hinter dem Euphemismus "Fördern und Fordern" steckt, weiß keiner so genau - wahrscheinlich auch er selbst nicht.

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