Fokussierung auf Klubgeschäft
Bertelsmann will BOL verkaufen

Ein erster Interessent hat sich bereits gemeldet: der Internetbuchhändler und Konkurrent Amazon.

hps DÜSSELDORF. Der Medienkonzern Bertelsmann will sich von seinem defizitären Internetbuchhändler BOL (Bertelsmann Online) trennen. Branchenkreise berichten, dass es bereits Gespräche mit Amazon.com, dem weltweit größten Online-Händler, gebe. Im Mittelpunkt stünden die BOL-Töchter in Deutschland und in den Niederlanden. Mit dem Kauf könnte Amazon seine starke Stellung weiter ausbauen. BOL ist nach Amazon der größte Internetbuchhändler in Deutschland. Hingegen steht das Joint Venture Barnesandnoble.com, das Bertelsmann mit der US-Buchhandelskette Barnes & Noble gegründet hat, noch nicht zum Verkauf.

Ewald Walgenbach (43), der vor wenigen Wochen von Klaus Eierhoff die Leitung der stark defizitären Direct Group (Clubs, E-Commerce) übernommen hat, will die Keimzelle des Bertelsmann-Imperiums bis Ende nächsten Jahres in die schwarzen Zahlen bringen. Zur neuen Strategie der Direct Group mit einem Jahresumsatz von 3,1 Mrd. Euro gehört die Fokussierung auf das Klubgeschäft in Europa, USA und Asien. BOL spielt daher keine zentrale Rolle mehr. Die BOL-Ableger in Deutschland, Schweden, Großbritannien, Italien, USA, China und in den Niederlanden erzielten mit über 200 Mitarbeitern zuletzt einen Umsatz von rund 30 Mill. Euro (Geschäftsjahr 00/01).

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