Folge der Terroranschläge
Genehmigungen für Zwischenlager verzögern sich

Die Genehmigungen für zwölf geplante Zwischenlager an deutschen Kernkraftwerken verzögern sich. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, gegen die Einwände der Betreiber solle zusätzlich die Sicherheit bei gezielten Flugzeugabstürzen untersucht werden.

dpa/HB SALZGITTER. "Diese Entscheidung ist eine Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA", sagte Karl Amannsberger, Leiter des BfS-Präsidialbereichs.

Ursprünglich wollte das BfS über alle zwölf Anträge in diesem Jahr entscheiden. Durch die zusätzlichen Überprüfungen werden nun höchstens erste Bescheide noch 2002 erteilt, mit den letzten rechnet das BfS erst Ende 2003. Der TÜV Hannover/Sachsen-Anhalt sei als Hauptgutachter beauftragt worden.

Für die Atomkraftwerks-Betreiber sei die Verzögerung kein großes Problem. Zwar sollen sie die Verträge mit den ausländischen Wiederaufbereitungsanlagen möglichst früh kündigen und die Transporte mit abgebrannten Brennelementen reduzieren. Der zwischen der Bundesregierung und der Energiewirtschaft geschlossene Atomkonsens erlaube den Transport ins Ausland jedoch bis 2005.

Unterdessen forderte die Bürgerinitiative Umweltschutz (BI) Lüchow-Dannenberg auch die Rücknahme der Betriebserlaubnis für das bereits bestehende Zwischenlager in Gorleben. Amannsberger entgegnete darauf, dass auch die Sicherheit der bestehenden Lager in Gorleben und Ahaus überprüft werde. Dafür sei allerdings nicht nur das BfS als Genehmigungsbehörde zuständig, sondern in erster Linie sei dies Sache der Umweltministerien in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen als Aufsichtsbehörden.

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