Folge gestiegener Rohstoffpreise und des schwächelnden Euros
Textileinzelhandel kündigt für 2001 Preiserhöhungen an

dpa-afx KÖLN. Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) hat für 2001 Preiserhöhungen angekündigt, die aber wohl nicht über 5 % liegen dürften. BTE-Präsident Klaus Magnus begründete die Preisanhebungen heute vor der Presse in Köln mit gestiegenen Rohstoffpreisen und mit dem schwächelnden Euro.

Magnus rechnet damit, dass die Umsätze des Textileinzelhandels in diesem Jahr erstmals seit 1994 wieder steigen werden, wenn auch wohl nur um 1,5 bis 2 %. Dabei werde die Damenbekleidung deutlich besser abschneiden, Heimtextilien dürften "weiter unten im Keller bleiben".

Seit 1994 sei der Gesamtumsatz des Textileinzelhandels um 6,4 % auf knapp 117 Mrd. DM im Jahr 1999 gesunken, berichtete Magnus. Gesunken ist nach seinen Angaben auch der Anteil, den die Deutschen jährlich für Bekleidung und Schuhe ausgeben, nämlich von 7,7 % oder rund 3 400 DM in 1993 auf 5,4 % oder gut 2 700 DM in 1998.

Die Zahl der Einzelhandelsunternehmen mit dem Schwerpunkt Textil und Bekleidung sei laut Umsatzsteuerstatistik 1998 um 11 700 Einheiten auf 51 000 Unternehmen geschrumpft. "Dieser Abschmelzungsprozess hat sich seitdem fortgesetzt", sagte Magnus.

Dennoch widme der Handel den textilen Sortimenten immer mehr neue Verkaufsfläche. "Branchenfremde Anbieter wie Lebensmitteldiscounter und Kaffeeröster konnten wachsende Marktanteile erobern", berichtete der BTE-Präsident. "Unter den zehn größten Unternehmen befinden sich inzwischen mit C&A, P&C und H&M nur noch drei reinrassige Textilanbieter". So gehörten Aldi ebenso wie die großen Kaffeeröster zu den Top Ten.

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