Folgen der schweren Wirtschaftskrise
DSW und Banken gründen Initiative für Argentinien-Anleihen

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und eine Reihe von Banken haben am Freitag eine Initiative für die Eigentümer von Argentinien-Anleihen gestartet.

Reuters FRANKFURT. Diese Gruppe werde sich an den Umschuldungsverhandlungen mit Argentinien beteiligen, um die Interessen europäischer Privatanleger mit argentinischen Staatsanleihen zu vertreten, teilte die DSW am Freitag in Frankfurt mit. Zu der Initiative gehörten neben der DSW unter anderem die HypoVereinsbank, die Commerzbank, die WestLB, SEB und die Bayerische Landesbank.

Derzeit sind nach DSW-Angaben säumige Argentinien-Anleihen im Wert von rund acht Mrd. ? im Besitz von Privatinvestoren in Mitteleuropa. Im Januar vergangenen Jahres hatte Argentinien sämtliche Zahlungen auf Schulden bei privaten Kreditgebern im Volumen von 95 Mrd. Dollar eingestellt. Seit längerem befindet sich das Land in einer schweren Wirtschaftskrise.

Die Initiative um die DSW will nun über eine irische Gesellschaft, der Argentine Bond Restructuring Agency (ABRA), die Argentinien-Anleihen der Anleger einsammeln und dafür Zertifikate ausgeben. Nach Abschluss der Umschuldungsverhandlungen mit Argentinien wird die ABRA die alten Anleihen mit Argentinien gegen neue Anleihen eintauschen, die dann gegen Vorlage der ausgegebenen Zertifikate an den Privatanleger zurück gegeben werden. Nach Angaben der DSW plant Argentinien nach der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen am 18. Mai und der darauf folgenden Regierungsbildung im August, Umschuldungsverhandlungen aufzunehmen.

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