„Folgenlos wäre es nicht, wenn es so weitergeht.“
Leipzig rückt Sportverbände angeblich in schlechtes Licht

Deutsche Sportverbände befürchten Auswirkungen der Querelen um die Leipziger Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 im harten internationalen Wettbewerb um Sportgroßveranstaltungen.

HB BOCHUM. An einen Rückzug der Olympia-Kandidatur mag Ulrich Feldhoff, der für den Spitzensport zuständige Vizepräsident des Deutschen Sportbundes (DSB), gar nicht denken. "Dies hätte sicher Folgen auch für andere Bewerbungen", sagte er am Montagabend bei einem SPD-Forum zum Thema "Sportgroßveranstaltungen - Standortfaktor für Deutschland?" in Bochum.

Aktuell muss vor allem der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) bangen. Am kommenden Wochenende tagt die Exekutive des Weltverbandes FIE in Leipzig, um über die Vergabe der Weltmeisterschaft für 2005 in die Messestadt zu entscheiden. Mitbewerber ist Turin. DFeB-Präsident Gordon Rapp hofft auf den Zuschlag, hat aber Sorge, dass die negativen Olympia-Meldungen störend wirken: "Ausschließen kann man so etwas nicht."

Aber auch im Erfolgsfall könne es schwer werden. "Meine Sorge ist, dass es dann Probleme mit Sponsoren vor Ort geben könnte", so Rapp. Andererseits sei eine Fecht-WM in Leipzig eine Chance: "Da können wir zeigen, dass es der deutsche Sport doch kann."

Auf ein baldiges Ende der olympischen Bewerbungskrise setzt auch der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV), der nach einem gescheiterten Versuch zum zweiten Mal mit Berlin um die WM-Austragung 2009 kämpft. "Folgenlos wäre es nicht, wenn es so weitergeht", sagte DLV-Vizepräsidentin Dagmar Freitag. Schließlich säßen im Council des Weltverbandes IAAF auch Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

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