Archiv
Fondgesellschaft Threadneedle behält Prognose für Weltwirtschaft bei

Die Fondsgesellschaft Threadneedle will trotz des anhaltend hohen Ölpreises ihre Prognosen für die Weltwirtschaft weitgehend beibehalten. "Die Schätzungen zahlreicher Ökonomen müssten uns eigentlich veranlassen, unsere recht positiven Prognosen für die Weltwirtschaft im Jahr 2005 zu revidieren", sagte Sarah Arkle, Chief Investment Officer von Threadneedle, am Mittwoch in London. Aber auch wenn der Ölpreis wahrscheinlich noch für kurze Zeit so hoch bleibe, werde Threadneedle jetzt, wo einige geopolitische Probleme sich von selbst lösten, die Schätzungen nur leicht nach unten korrigieren.

dpa-afx LONDON. Die Fondsgesellschaft Threadneedle will trotz des anhaltend hohen Ölpreises ihre Prognosen für die Weltwirtschaft weitgehend beibehalten. "Die Schätzungen zahlreicher Ökonomen müssten uns eigentlich veranlassen, unsere recht positiven Prognosen für die Weltwirtschaft im Jahr 2005 zu revidieren", sagte Sarah Arkle, Chief Investment Officer von Threadneedle, am Mittwoch in London. Aber auch wenn der Ölpreis wahrscheinlich noch für kurze Zeit so hoch bleibe, werde Threadneedle jetzt, wo einige geopolitische Probleme sich von selbst lösten, die Schätzungen nur leicht nach unten korrigieren.

Threadneedle bleibe aus zwei Gründen optimistisch. Zum einen sei der Ölpreis, wenn man die tatsächliche Kaufkraft berücksichtigt, längst nicht an seinem historischen Hoch angelangt. "Schaut man 30 Jahre oder noch weiter zurück, dann ist das gegenwärtige Preisniveau nicht der Rede wert", sagte sie. Als Vergleich führte sie den inflationsbereinigten Barrelpreis von fast 80 Dollar an, wie er 1979 während der iranischen Revolution herrschte.

Zum anderen sei die Weltwirtschaft inzwischen weit weniger abhängig vom Öl als sie es in der Vergangenheit war. "Gemessen am Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt ging die Bedeutung des Öls seit den späten 70er Jahren erheblich zurück, da neue Technologien und der Rückgang der Schwerindustrie die Abhängigkeit der entwickelten Industrieländer von Rohstoffen drosselte", erklärte die Expertin. "Lediglich in den vergangenen zwei oder drei Jahren, als aufstrebenden Staaten wie China oder Indien gewaltige Mengen an Rohstoffen aufsaugten um ihre Expansion anzutreiben, wurde der Trend wieder etwas in Gang gesetzt."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%