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Fonds: Anlage-Strategien von Hedge Fonds

Sehr weit verbreitet ist die Long-Short-Strategie. Hierbei kauft der Fondsmanager Aktien von Unternehmen, die er für unterbewertet hält. Dies entspricht dem normalen Ansatz eines klassischen Aktienfonds. Zusätzlich kann er über Leerverkäufe jedoch auch auf fallende Kurse wetten. Hierbei leiht sich der Fonds gegen eine Gebühr Aktien von Großanlegern aus, um sie zu verkaufen. Fallen diese Aktien dann tatsächlich, kann er sie am Markt zu einem niedrigeren Preis zurückkaufen und wieder an die Leiher zurückgeben.

Beliebt sind auch Arbitrage-Geschäfte. Dabei nutzt der Fondsmanager beispielsweise die Tatsache, dass bestimmte Anlageprodukte an verschiedenen Börsen zu unterschiedlichen Preisen gehandelt werden. Notiert etwa eine Aktie in Frankfurt zu einem höheren Preis als in New York, kauft er das Papier in New York und verkauft sofort wieder in Frankfurt. Diese Vorgehensweise lässt sich auf alle Märkte anwenden. Bei der Equity Arbitrage versucht der Fondsmanager, relative Fehlbewertungen von Aktien der gleichen Branche für sich auszunutzen.

Ereignisbezogene Strategien (Event Driven) werden meistens bei Übernahmen oder Fusionen angewandt. Dabei nutzt der Fondsmanager die Tatsache aus, dass der Kurs des übernommenen Unternehmens in der Regel steigt, der des übernehmenden Unternehmens fällt. Also kauft er ersteres und verkauft letzteres.

Marktanalytische Strategien basieren auf der Einschätzung von Trends an den weltweiten Aktien-, Währungs-, Zins-, und Rohstoffmärkten (Macro- Global-Ansatz). Ziel ist es, die Veränderung von Angebot und Nachfrage auf Grund politischer Ereignisse oder geänderter Konjunktureinschätzungen vorherzusagen. Geht ein Fondsmanager beispielsweise von einem steigenden Ölpreis aus, wird er sich Ölkontrakte zulegen. Im gegenteiligen Fall verkauft er diese Produkte leer.

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