Fonds dürfen auch im Ausland investieren
Neues Recht: Anleger schützen

Am 1. Juli beginnt für offene Immobilienfonds eine neue Zeitrechnung. Die wichtigsten rechtlichen Änderungen betreffen den Anlegerschutz. Und Fonds dürfen künftig im Ausland kaufen.

HB/rrl. Die Beschränkung, maximal 20 Prozent der Liegenschaften außerhalb der EU, Islands, Norwegens und Liechtensteins kaufen zu dürfen, fällt. Die neue Grenze lautet: Das Währungsrisiko darf maximal 30 Prozent des Fondsvermögens betragen. Weil sich Währungsrisiken absichern lassen, wird es möglich sein, Fonds anzubieten, die komplett außerhalb Westeuropas investieren.

Gleichzeitig können sich Fonds mit bis zu 49 Prozent statt wie bisher 20 Prozent an Grundstücksgesellschaften beteiligen. Eine wichtige Änderung, denn in manchen Ländern lassen sich Immobilien nur mittels Beteiligungsgesellschaften erwerben.

Von der Öffnung für das Ausland werden steuersensible Anleger besonders profitieren. Im Ausland vielfach günstigere Steuerregelungen drücken den zu versteuernden Anteil an der Ausschüttung eines Auslandsfonds unter die Quote, die bei in Deutschland investierenden Fonds möglich ist.

Das Anlagespektrum wird generell dadurch erweitert, dass der Erwerb von Erbbaurechten dem Kauf von Immobilien gleichgestellt wird.

Auch über die Mindestliquidität von fünf Prozent des Fondsvermögens hat sich der Gesetzgeber Gedanken gemacht. Das Ergebnis: Die Mindestliquidität muss künftig in täglich fälligen Guthaben und Wertpapieren angelegt werden. Ob börsentäglich handelbare Anlagen, z.B. Geldmarktfonds, als täglich fällig gewertet werden, ist nach Angaben des Branchenverbandes BVI noch offen.

Dem Anlegerschutz dienen soll die Vorschrift, dass Fondsanteile künftig täglich zu bewerten sind. Die Gefahr von Gefälligkeitswertgutachten vom Sachverständigenausschuss soll verringert werden. Die Prüfer dürfen künftig nach fünf Jahren Tätigkeit nur noch maximal 20 Prozent ihrer Einnahmen aus der Tätigkeit für einen Fonds erzielen.

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