Fonds-Rating im Internet
Börsenturbulenzen machen auch Fondsbesitzern zu schaffen

Die Schwäche auf dem Aktienmarkt bleibt auch für Fondsanleger nicht ohne Folgen. Nicht wenige sorgen sich nun um ihre Altersvorsorge.

ap DüSSELDORF. Die Börsenturbulenzen haben in den vergangenen Monaten nicht nur zahlreiche Aktionäre um einiges ärmer gemacht. Auch mancher bis dato stolze Besitzer von Investmentfonds-Anteilen musste das Börsendebakel verkraften. Und nicht wenige sorgen sich nun um die Altersvorsorge, wie Petra Krüll von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) berichtet.

Wer sich genauer über seinen Fonds informieren will und Entscheidungshilfe sucht, dem bietet die DSW gemeinsam mit der größten bankenunabhängigen Fonds-Rating- und Vermögensverwaltungsgesellschaft Feri Trust Unterstützung via Internet an.

"Seit Ende vergangenen Jahres haben sich immer mehr Menschen bei uns gemeldet, die Fragen zu Fonds hatten", erzählt Krüll. Zwar sei der Schwerpunkt der Anfragen immer noch auf Aktien bezogen. Doch das Thema Fonds gewinne immer mehr an Bedeutung - auch für die Aktionärsschützer von der DWS. "Das heißt nicht, dass wir unsere Aufgaben verlagern. Aber wir wollen unsere Aktivitäten beim Anlegerschutz für die Besitzer von Fondsanteilen ausbauen."

Die Zahl der Aktienfondsanleger sei im vergangenen Jahr um 85 % auf 8,7 Mill. gestiegen. "Mittlerweile stehen in Deutschland rund 5 000 Investmentfonds zur Auswahl." Jede dritte neu angelegte Mark investierten die Privatanleger in solche Fonds, speziell auch für die Altersvorsorge. "Allerdings haben im vergangenen Börsenjahr viele Fonds die Erwartungen der Anleger enttäuscht. Die DSW plädiert daher für eine transparente und aussagekräftige Bewertung von Fonds, um dem Anleger Hilfestellung bei der Suche nach dem für ihn geeigneten Fonds zu geben."

Das Hauptproblem liege darin, dass Anleger häufig auf Basis von Teilinformationen nicht den für sie geeigneten Fonds auswählten. "Ziel des Fonds-Ratings von Feri Trust ist es, diesen Mangel an Informationen seitens der Anleger zu beheben." Eine Gesamtbewertung dürfe nicht kurzfristig angelegt sein, wenn der eigentliche Anlagehorizont mittel- bis langfristig orientiert sei.

Außerdem dürfe sich die Bewertung nicht nur auf ein Kriterium stützen (etwa die Performance des vergangenen Jahres), sondern müsse sehr viel komplexer ausfallen. Krüll: "Wichtig ist auch die relative Performance im Verhältnis zur Branche, das Risiko oder der Vergleich zum Index." Aus diesen und anderen Kriterien erarbeite Feri Trust das Rating für die Fonds. Gegenwärtig gebe es für 910 der rund 5 000 Investment-Fonds ein Rating der Vermögensverwaltungsgesellschaft, die unter anderem auch die Finanzen der Quandt-Familie betreue.

A für "sehr gut", E für "schlecht"

Die DSW arbeitet derzeit daran, auf ihrer Homepage einen Link zu den Ratingseiten von Feri Trust zu erstellen. Wer schon einmal auf die Ratingseiten surft findet dort unter der Rubrik "Feri Trust Rating" eine Übersicht etwa zu Aktienfonds. Hier kann man zum Beispiel "Deutschland" oder "Europa Blue Chips" auswählen, und dann A, B, C, D oder E anklicken - je nach Rating. A steht für "sehr gut", E für "schlecht".

Es gibt aber auch die Möglichkeit oben rechts auf der Seite die Suchfunktion einzuschalten und entweder den Fondsnamen oder die Wertpapierkennnummer (WKN) einzugeben. Dann erscheint ein Fondsporträt.

Laut Krüll besitzt das Rating die notwendige Aussagekraft, welcher Fonds eine überdurchschnittliche Perfomance bei unterdurchschnittlichem Risiko für einen mittelfristigen Anlagezeitraum erbracht habe und voraussichtlich gewährleisten werde. "Ein Fonds-Rating kann natürlich nicht verhindern, dass sich Anleger in den heißesten Markt einkaufen und dadurch Verluste erleiden. Aber es gibt ihnen eine Hilfestellung bei der Auswahl an die Hand, damit sich das Anlagekapital auch in turbulenten Börsenzeiten stabil entwickelt."

Mehr zum Thema: Fünf Regeln zur Auswahl von Aktienfonds

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