Fondsgeschäft
Kommentar: Ausländer machen Stimmung

Das Argument der langfristig überlegenen Aktienrendite wird wieder an Zugkraft gewinnen und Milliarden von Euro anlocken.

An der Börse fallen die Kurse immer weiter. Die Volksaktie Deutsche Telekom kann schon lange keinen Privatanleger mehr erfreuen. Und dann wird plötzlich in Optimismus gemacht. Eine Stimme aus London meldet sich. Die renommierte Finanzresearchfirma Cerulli richtet den Blick nach vorne und verkündet: Die Deutschen werden die Anlage in Aktien und Aktienfonds wiederentdecken.

Endlich eine gute Nachricht. Darauf mussten wir lange warten. Nach all den Hiobsbotschaften von den Börsen und schlechten Wertentwicklungen der Fonds tut der Optimismus gut. Die Deutschen sollten sich eben nicht von einer nötigen und überfälligen Börsenkonsolidierung ins Bockshorn jagen lassen. Das Platzen der Spekulationsblase nach den Kursexzessen der neunziger Jahre konnte niemanden überraschen. Die Haushalte dürften ihre Börsenzurückhaltung auch bald aufgeben, glauben die Londoner - und andere Experten ebenfalls. Sie werden am Ende doch merken, dass sie bei der Vermögensbildung Aktien und Aktienfonds immer noch zu wenig berücksichtigen. Das Argument der langfristig überlegenen Aktienrendite wird wieder an Zugkraft gewinnen und Milliarden von Euro anlocken. Vor allem das Thema Altersvorsorge brennt auf den Nägeln. Handeln tut Not.

Gerade die ausländischen Fondsanbieter richten den Blick weit nach vorn. Rund um den Globus finden sie nur wenige Länder, denen sie ein so großes Absatzpotenzial zutrauen. Es ist deshalb kein Wunder, wenn gerade angelsächsische Firmen in der jüngsten Vergangenheit ein Bein in den deutschen Markt setzen. Während für viele heimische Vermögensverwalter in trübem Börsenklima Kosten sparen angesagt ist, fahren einige Ausländer ambitionierte Expansionsstrategien. Von ihnen können wir noch etwas lernen.

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