Fondsmanager bevorzugen wieder "Old Economy"
Versicherer stützen den Dax

Trotz schlechter Unternehmensnachrichten und verhaltener Konjunkturdaten hat der deutsche Aktienindex am Montag zugelegt. Der Dax kam zwar am Start noch schlecht weg, baute seine Verluste aber zügig ab und zog am Mittag ins Plus.

dpa-afx FRANKFURT. Schließlich stand der Index für die 30 Standardwerte bei 5 830,47 Punkten - ein Plus von 1,15 %. Die 70 MDAX-Titel legten um 0,3 % auf 4 644,31 Zähler zu. Der gefallene Ifo-Geschäftsklima-Index hatte keinen negativen Einfluss auf die Börsen.

Auch in der neuen Handelswoche hielten sich die Anleger wegen der ungewissen Kursentwicklung an den Börsen zurück, sagte ein Händler. Im Vordergrund habe die Erholung der Versicherungs-Titel gestanden. Dabei verwies er auf einen Pressebericht, wonach Fondsmanager "konservativ investierten" und die "Old Economy" wieder bevorzugten.

Allianz setzten sich mit einem Plus von 3,32 Prozent auf 317,70 Euro an die DAX-Spitze - dicht gefolgt von der Münchener Rück , die 3,23 Prozent zulegten und 327,60 Euro kosteten.

Am Morgen standen die Quartalszahlen von Infineon im Fokus des Anlegerinteresses. Trotz Verlusten und eines schwachen Ausblicks stieg die Aktie nach Anfangsverlusten um 2,86 Prozent auf 28,08 Euro.

SAP etablierten sich mit einem Gewinn von 2,55 Prozent auf 159,98 Euro im Spitzenfeld des Dax, obwohl das Softwarehaus wegen seiner Beteiligung am US-Unternehmen Commerce One seinen Gewinn kräftig nach unten korrigieren musste. Die revidierte Bilanz betreffe das operative Ergebnis nicht, sagte ein Händler. Das habe der Markt nun realisiert.

Presseberichte, wonach die LKW-Sparte von Daimler-Chrysler in diesem Jahr einen Milliardenverlust einfahren werde, machten den deutsch-amerikanischen Automobilbauers mit minus 1,63 Prozent auf 56,86 Euro zum größten Verlierer. Darüber hinaus hatte sich die US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs verhalten über den Wert geäußert: Im dritten Quartal könnte die US-Tochter wieder tiefer ins Minus rutschen.

Der Freistaat Bayern hat 7,5 Millionen Aktien des Versorgers Eon an die Deutsche-Bank-Tochter Karu Beteiligungsgesellschaft mbH verkauft. Eon gaben 0,17 Prozent auf 63,69 Euro ab. Die Anteilsscheine des Kreditinstituts standen nahezu unverändert bei 80,13 Euro.

MLP-Papiere verpatzten ihr Debüt im Dax. Die Anteilsscheine des Finanzdienstleisters, die die Dresdner Bank nach der Übernahme durch die Allianz ersetzten, gaben 0,95 Prozent auf 104,99 Euro ab. Die Aktien der Dresdner Bank, die im Amtlichen Handel notiert werden, gaben 1,16 Prozent auf 42,50 Euro ab.

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