Fondsmanager waren vor Geldanlage in osteuropäische Unternehmen
Osteuropäische Sterne am Anlegerhimmel

Aber auch Unternehmen der Bau-, Infrastruktur- und Tourismusbranche und deren Wertpapiere dürften von der Öffnung der EU profitieren. Gleichzeitig warnen Experten vor den Gefahren der Geldanlage in osteuropäische Unternehmen.

vwd PRAG. Beispielsweise sei eine breite Diversifizierung der Portfolios allein in diesem Gebiet durch teilweise illiquide Aktienmärkte nicht möglich, außerdem gebe es nur wenige Unternehmen, an denen man sich beteiligen könne, hieß es.

So hätten viele Unternehmen eine Privatplatzierung einer öffentlichen Notierung vorgezogen, so dass zahlreiche gute Unternehmen in den Händen einiger weniger strategischer Anleger seien, geben Fondsmanager zu bedenken. Buyouts, Übernahmen und Delistings dürften in den kommenden Jahren zunehmen und die Investitionsmöglichkeiten einschränken. Und neben den Profiteuren einer Grenzöffnung gibt es auch Branchen, die durch einen Beitritt zur EU unter Druck geraten werden. "Die Kosten steigen, die Gehälter klettern - das sind keine guten Voraussetzungen für exportorientierte Unternehmen", erklärt Günter Faschang, der den Vontobel Eastern European Equity Fund verwaltet.

Trotz der Risiken könnte sich eine Anlage lohnen: Der Eintritt in die europäische Gemeinschaft werde durch die notwendige Anpassung der Infrastruktur an EU-Standard ein rasches Wachstum nach sich ziehen. Diese Impulse sollten vor allem im Finanz-, Energie- und Bausektor, aber auch in den vom Tourismus abhängigen Wirtschaftszweigen spürbar sein, heißt es.

Im Banken- und Versicherungsbereich werde es auf Grund der erwarteten Erhöhung des Lebensstandards zahlreiche neue Produkte geben, beispielsweise bei Lebensversicherungen. Jürgen Kirsch, Manager des Griffin sieht gute Chancen im Bankensektor. "Banken werden verstärkt Produkte anbieten, zudem werden die Kreditportfolios durch fallende Zinsen stark zulegen", betont Kirsch.

Die Fondsmanager erwarten einen Anstieg der Aktienkurse, mit dem die Kurssteigerungen der Papiere westeuropäischer Wettbewerber nicht Schritt halten dürften. Mit Blick auf einzelne Regionen sind die Fondsmanager vor allem für Werte aus Polen, Ungarn und Tschechien positiv gestimmt.

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