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Fondsmanger: Börsenumfeld günstig für Substanzwerte - Zinserhöhungen belasten

Das Börsenumfeld ist nach Einschätzung von Fondsmanagern günstig für Investmenfonds, die in Substanzwerte investieren.

dpa-afx FRANKFURT. Das Börsenumfeld ist nach Einschätzung von Fondsmanagern günstig für Investmenfonds, die in Substanzwerte investieren. Insbesondere die nach den Wahlen in den USA zu erwarteten Zinserhöhungen dürften die Aktienmärkte belasten und ein günstiges Umfeld für sogenannte Value-Fonds bieten, sagten Fondsmanager anlässlich einer Podiumsdiskussion beim 1. Frankfurter Investmenttag. Value-Fonds orientieren sich bei der Aktienauswahl stärker an dem aktuellen Bilanzwert eines Unternehmens als an dessen Wachstumsperspektiven.

Die Experten führten die in den vergangenen Jahren günstigere Entwicklung an den US-Aktienmärkten vor allem auf die expansive Zinspolitik der US-Notenbank zurück. Diese habe die US-Wirtschaft mit Liquidität überflutet und zu einer deutlichen Überbewertung der US-Aktien geführt, sagte Frank Linghor, Geschäftsführer bei Linghor Die Rückkehr zu einer neutralen Geldpolitik dürfte jedoch die hochverschuldeten Privathaushalte belasten, und der bisher stimulierenden Finanzpolitik bliebe auf Grund der stark gestiegen Haushaltsdefizite kein Spielraum mehr.

US-Wahlen

Welche Auswirkungen der Ausgang der US-Präsidentschaftswahl auf die Börsen hat, bleibt nach Einschätzung der Experten unklar. Insbesondere das Programm des Herausforderers John Kerry bleibe wirtschaftspolitisch verschwommen. Beide Kandidaten kommen nach einhelliger Einschätzung der Experten aber nicht um eine nachhaltige Konsolidierung der Staatsfinanzen herum.

Der Ölpreis stellt nach Einschätzung der Experten eine zusätzliche Bremse dar. Zwar sei dieser zur Zeit auch durch Spekulation getrieben, ein Rückgang unter 40 Dollar sei aber in den kommenden Tagen nicht zu erwarten, sagte Lingohr.

Europäische Aktien Unterbewertet

Europaische Aktien seien hingegen überwiegend unterbewertet, sagte Hendrik Leber, Geschäftsführer bei Acatis. In den USA sei es ungleich schwieriger, überbewertete Aktien zu finden. Besonders günstige Chancen in den neuen EU-Staaten sieht Michael Reuss, Geschäftsführer bei Huber, Reuss und Kollegen, in Osteuropa. Es bestünde dort erheblicher Nachholbedarf. Von der im Rahmen der Globalisierung steigenden Bestrebung der Unternehemen, Produktion ins Ausland zu verlagern, profitierten die neuen Mitgliedsländer aufgrund der gestiegenen Rechtssicherheit. Russland böte zwar auch große Chancen, hier sei allerdings auf Grund der politischen Unsicherheit Vorsicht geboten.

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