Fondsverband arbeitet an Wohlverhaltensregeln
Fondsverband fordert freie Fondswahl

Der deutsche Fondsverband BVI fordert bei der betrieblichen Altersvorsorge die Gleichstellung von Investmentfonds-Sparplänen mit der Direktversicherung.

ina KRAKAU. Außerdem hat der Verband dem zuständigen Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen ein vorläufiges Regelwerk über so genannte Wohlverhaltensregeln vorgelegt (Handelsblatt 11.6.), sagte BVI-Sprecher Udo Behrenwaldt auf einer Tagung in Krakau.

Die bisherige Entwicklung der Riester-Rente ist laut Behrenwaldt enttäuschend. Die Regeln müssten radikal vereinfacht werden. Die betriebliche Seite der Riester-Reform leide unter anderem unter mangelnder Wahlfreiheit. Neben der Möglichkeit, eine Direktversicherung abzuschließen, sollten sich die Arbeitnehmer für einen Fondssparplan ihrer Wahl entscheiden können.

Ein Zehn-Punkte-Regelwerk zum Wohlverhalten konkretisiere die gesetzliche Vorgabe, nach der die Kapitalanlagegesellschaften ausschließlich im Interesse ihrer Anleger zu handeln hätten, erläuterte Behrenwaldt. So müsse etwa die Anlagepolitik dauerhaft dem in den Fondsunterlagen beschriebenen Anlagecharakter des Fonds entsprechen. Außerdem dürfe die Investmentgesellschaft Wertpapierorders nur an Händler geben, die eine bestmögliche Ausführung sicherstellten und die Transaktionen zu marktkonformen Konditionen abwickelten.

Weitere Punkte würden die Fondskosten und den Handel mit konzernverbundenen Aktien betreffen. Anteilbesitzer sollten zudem über die Ergebnisse von Abstimmungen auf Hauptversammlungen bei jenen Firmen informiert werden, die in den Fonds-Portefeuilles enthalten seien.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%