Ford-Absatz trotz hoher Rabatte rückläufig – BMW und Porsche legen zu
Toyota überholt Chrysler in den USA

Trotz massiver Verkaufsanreize von allen Herstellern zum Ende des Modelljahres 2003 blieb der Autoabsatz in den USA im August leicht unter den Rekordzahlen des Vorjahres. Chrysler, die US-Tochter von Daimler-Chrysler, verkaufte mit 190 388 Fahrzeugen 6 % weniger als im Vorjahr und wurde zum ersten Mal von Toyota überholt. Der japanische Konkurrent setzte im August in den USA rund 200 000 Autos ab.

je PORTLAND. Während die Verkäufe bei Marktführer General Motors auf hohem Niveau stagnierten, knickte bei Ford vor allem der Pkw-Absatz scharf ein. Ein Ford-Sprecher unterstrich jedoch, dass der August für die Branche in diesem Jahr bisher die besten Verkaufszahlen brachte. Von den deutschen Autokonzernen legten BMW und Porsche dank starker Nachfrage nach Geländewagen zu.

Die US-Autokonzerne wollen ihre Rabattschlacht fortsetzen. Chrysler und General Motors (GM) kündigten Preisnachlässe und andere Verkaufsanreize für den jetzt angelaufenen Modelljahrgang 2004 an. "Rabatte sind für Verbraucher wie eine Droge", kommentierte Analyst Robert Hinchliffe von UBS, "wenn man einmal angefangen hat, kommt man nur schwer davon herunter." Nachdem Chrysler und GM den Rabattkrieg fortsetzen, werde Ford kaum eine andere Wahl bleiben, als mitzuziehen. Dass die US-Konzerne ihren Rabattkrieg ins dritte Jahr verlängern, halten Analysten für ein Zeichen dafür, dass von einer durchgreifenden Erholung auf dem US-Automarkt keine Rede sein kann.

Ford buchte im vergangenen Monat Zuwächse nur bei den Importmarken Jaguar, Volvo und Land Rover. Dagegen brach der Absatz von Ford-Pkw gegenüber dem starken Vorjahr um 28 % ein und auch der Verkauf von so genannten leichten Trucks (Minivans, Pickups und Geländewagen) nahm um 7 % ab. Insgesamt verkaufte Ford im August mit 311 084 Einheiten 15 % weniger Fahrzeuge als im August 2002.

General Motors verkaufte im August 8,1 % weniger Pkw, was mit einem Rückgang der Flottenverkäufe, zum Beispiel an Autovermietungen, um 18 % begründet wird. Der Absatz leichter Trucks stieg dagegen um 5,2 % auf einen Rekord von 284 129. Der führende japanische Hersteller, Toyota Motors meldete eine Absatzsteigerung um 11,4 % auf einen Rekord von 200482 Fahrzeugen. Nissan verkaufte mit 80 820 Einheiten 14,2 % mehr als im Vorjahresmonat.

Von den deutschen Herstellern setzte Mercedes-Benz mit 17 583 Einheiten im August 4,2 % weniger ab. BMW verkaufte dagegen mit 23 068 Fahrzeugen 3,4 % mehr als im Vorjahresmonat, obwohl der Verkauf von Minis um 12 % geringer war. Porsche profitierte vom Erfolg des Cayenne, der einen Rückgang des Sportwagenabsatzes um 44 % auffing. Mit 2 389 Autos setzte Porsche insgesamt 16 % mehr ab als im Vorjahr.

Quelle: Handelsblatt

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%