Ford im Mittelpunkt des Interesses
Schwacher Handelsauftakt an den US-Börsen erwartet

An den Aktienmärkten in den USA erwarten Börsianer zu Handelsbeginn am Dienstag deutlich schwächere Kurse. Die Angst vor möglicherweise bevorstehenden Terroranschlägen sowie negative Ausblicke einiger US-Firmen wie der des Softwareherstellers Openwave Systems würden die Stimmung belasten, sagten Händler.

Reuters NEW YORK. Zudem könnten Sorgen über den Zustand der Wirtschaft Argentiniens auf die Kurse drücken. Die für den Handelsauftakt am Dienstag maßgeblichen Terminkontrakte deuteten auf einen erneut schwächeren Handel an den US-Märkten hin. Der Nasdaq-Future gab um 13 Ticks ab, der S&P-500-Future rutschte um vier Stellen ab.

Bereits am Montag hatten die Aktienwerte an der Wall Street nach einer deutlich festeren Tendenz in der Vorwoche den Handel mit deutlichen Kursverlusten beendet. "Man ging immer davon aus, dass es im Frühling zu einer Erholung der Wirtschaft kommen wird", sagte Larry Wachtel, Senior Vice President bei Prudential Securities zu dem jüngsten Anstieg des Marktes. "Nun ist es Oktober, das Spiel kann man nicht jeden Tag spielen."

Der Dow-Jones-Index hatte am Montag 2,89 % schwächer bei 9 269,50 Zählern geschlossen. Der Technologieindex Nasdaq gab bis Handelsschluss 3,93 % auf 1699,52 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 2,38 % auf 1 078,30 Punkte.

Index zum US-Verbrauchervertrauen erwartet

Nachdem enttäuschende Konjunkturdaten und Unternehmensnachrichten in der vergangenen Woche größtenteils ignoriert worden seien, könnten solche Nachrichten die Stimmung nun wieder eintrüben, hieß es am Markt. Marktteilnehmer warteten gespannt auf die Veröffentlichung des Index zum US-Verbrauchervertrauen gegen 16.00 Uhr (MEZ). Analysten rechnen mit einem weiteren leichten Rückgang des Index, nachdem der Wert im September um 16,4 Zähler auf 97,6 Punkte eingebrochen war.

Erneut keimte nach Angaben von Händlern auch die Furcht vor weiteren Terroranschlägen wieder auf. Die US-Regierung hatte am Montag ihre Bürger vor weiteren Anschlägen in den nächsten Tagen gewarnt, für die es nach den Worten von Justizminister John Ashcroft "glaubwürdige Informationen" gibt. Ashcroft machte keine näheren Angaben, auf welche Informationen sich seine Warnungen vor weiteren Anschlägen stützen. Aus Regierungskreisen verlautete lediglich, die Informationen deuteten auf die Organisation Bin Ladens, El Kaida, hin.

Bei den Industriewerten könnten die Aktien des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble Anlegerinteresse auf sich ziehen. Der Konzern hatte am Dienstag vor Börsenbeginn mitgeteilt, auf Grund von Restrukturierungskosten und Umsatzeinbußen im abgelaufenen Quartal einen Gewinnrückgang von 5 % verzeichnet zu haben. Daneben könnten noch die Papiere des Autokonzerns Ford in den Mittelpunkt rücken. Das Unternehmen entlässt angesichts hoher Verluste nach Angaben aus mit dem Unternehmen vertrauten Kreisen Firmenchef Jacques Nasser.

Bei den Technologiewerten hatten die Aktien des Kommunikationssoftwareherstellers Openwave Systems bereits nachbörslich um mehr als 20 % nachgegeben, nachdem die Gesellschaft unter anderem eine Gewinnwarnung für das kommende Quartal ausgesprochen hatte.

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