Ford Verkaufszahlen durch Reifenrückruf beeinträchtigt
Deutsche Autokonzerne steigern US-Verkäufe im August

rtr DETROIT. Die deutschen Autobauer haben ihren Absatz in den USA im August zum Teil deutlich gesteigert. Den Angaben zufolge konnte BMW die Verkäufe um 17,5 %, DaimlerChrysler um 3,6 % und Volkswagen um 2,7 % ausbauen. Auch die asiatischen Hersteller konnten teils deutlich zulegen. Die weltweit größten Autohersteller, die US-Konzerne General Motors und Ford, verzeichneten hingegen einen Absatzrückgang.

BMW meldete für den August einen Verkaufsanstieg gegenüber dem Vorjahr von 17,5 % auf insgesamt 16 812 Fahrzeuge. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres hat der Münchener Konzern damit 120 763 Wagen abgesetzt, 14,3 % mehr als vor Jahresfrist.

Bei DaimlerChrysler, dem weltweit drittgrößten Autobauer, stiegen die Verkäufe der Gruppe in den USA um 3,6 % auf 234 969 Fahrzeuge zuzüglich der Nutzfahrzeuge. Die Töchter Chrysler hätten mit 216 869 Wagen (plus, 2,4 %) und Mercedes Benz mit 18 100 Fahrzeugen (plus 20,1 %) jeweils Rekordabsätze im August erzielt, hieß es. Der Nutzfahrzeugabsatz einschließlich der Marken Freightliner und Sterling sei hingegen nach vorläufigen Zahlen um 16,5 % auf 10 855 Fahrzeuge zurückgegangen. Nach acht Monaten ergibt sich damit für DaimlerChrysler ein Absatzrückgang im Vergleich zu den ersten acht Monaten 1999 von 3,0 % auf rund 1,892 Mill. Wagen.

Der VW-Konzern steigerte seine US-Verkäufe auf Konzernebene auf 41 602 Fahrzeuge, was einem Anstieg von 2,7 % entspricht. Dabei erhöhte Volkswagen nach eigenen Angaben die Absätze um 5,8 % auf 34 276 Fahrzeuge, was zudem das beste Absatzergebnis in einem Monat in den USA seit 26 Jahren gewesen sei. Audi steigerte den Absatz um 6,6 % auf 7326 Autos. Für den Wolfsburger Konzern ergibt sich damit nach acht Monaten noch ein Absatzzuwachs von 17,6 % auf knapp 300 000 Wagen.

Der weltgrößte Automobilkonzern General Motors(GM) hat im August inklusive seiner Tochter Saab einen Absatzrückgang von 5,4 % auf 433 440 Fahrzeuge verzeichnet. "Wir finden es niemals erfreulich, wenn die Absätze sinken", sagte Bill Lovejoy, Vizepräsident der GM-Gruppe zuständig für die Verkäufe in Nordamerika. Es sei dabei aber zu beachten, dass mit Voranschreiten des Jahres eine moderatere Entwicklung der Industrie erwartet werde, fügte er hinzu. GM hat in den USA mit 28,1 % den weitaus stärksten Marktanteil unter den großen Automobilkonzernen. Für die ersten zwei Drittel des laufenden Jahres ergibt sich damit für GM noch ein Verkaufsplus von 0,7 % auf 3,446 Mill. Wagen.

Ford hatte nach eigenen Angaben mit den fehlerhaften Firestone-Reifen zu kämpfen. Insgesamt seien die Verkäufe im Berichtsmonat inklusive der Marken Volvo, Jaguar und Land Rover um 3,7 % auf 351 466 Wagen gesunken. Darin berücksichtigt sei ein Verkaufsminus von 0,8 % auf 40 157 Einheiten des Geländewagens Explorer, dessen Verkaufszahlen nach dem Reifenrückruf durch Firestone gelitten hätten. Analysten hatten allerdings bei Ford mit einem etwas stärkeren Absatzrückgang von vier bis sechs Prozent gerechnet. Für den Acht-Monats-Zeitraum weist Ford damit noch einen Absatzzuwachs von 2,7 % auf 2,99 Mill. Fahrzeuge aus.

Unter den japanischen Produzenten steigerte Toyota im August den US-Fahrzeugabsatz um 6,1 % auf 148 229 Wagen, Honda um 5,3 % auf 117 768 und Mitsubishi um 2,3 % auf 27,540. Der koreanische Autoproduzent Daewoo setzte in den USA deutliche 116 % mehr ab als im Vorjahr bei allerdings nur 7 631 verkauften Fahrzeugen und einem US-Marktanteil von 0,5 %.

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