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Ford will erneut Firestone-Reifen zurückrufen

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres will der US- Autobauer Ford Mill. Reifen an seinen Fahrzeugen austauschen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP handelt es sich um zehn bis 13 Mill. Reifen des Herstellers Bridgestone/Firestone, die in den USA als Ursache für Verkehrsunfälle mit 174 Todesopfern gelten.

ap WASHINGTON. Bridgestone kündigte daraufhin die fast 100-jährige Zusammenarbeit. Ford Deutschland wollte sich am Dienstag zunächst nicht äußern, ob auch deutsche Kunden von der Rückrufaktion betroffen seien werden.

Ford-Chef Jacques Nasser wollte sich am Dienstag nachmittag zu der Rückrufaktion äußern. Nach Informationen aus Kreisen der Autoindustrie, soll Ford Bedenken wegen der Sicherheit der Firestone-Reifen Wilderness AT haben, mit denen der Ford Explorer serienmäßig ausgestattet ist.

Der Streit um die tödliche Unfallserie mit Ford-Explorer-Fahrzeugen hatte am Montag zu einer Aufkündigung der 95-jährigen Zusammenarbeit beider Firmen von Seiten des Reifenherstellers geführt. Der Bridgestone/Firestone-Vorstandsvorsitzende John Lampe erklärte, gegenseitiges Vertrauen und Respekt in den Geschäftsbeziehungen sei nicht mehr gegeben, weshalb sein Unternehmen keine Reifen mehr an Ford liefern werde.

Bereits im vergangenen Sommer wurden wegen der tödlichen Unfallserie in den USA mit Ford Explorern 6,5 Mill. Firestone-Reifen zurückgerufen. Im Nahen Osten kamen bei ähnlichen Unfällen infolge platzender Reifen sieben und in Venezuela 46 Menschen ums Leben. Beide Firmen schoben sich gegenseitig die Schuld für die Mängel zu. Beide Firmen stellten fest, dass die Reifenschäden an den Modellen Firestone Wilderness AT sowie ATX und ATX II auf Fehler in der Firestone-Fabrik in Decatur zurückzuführen seien. Bridgestone/Firestone wies aber auch darauf hin, dass Ford einen niederigeren Luftdruck als von ihm empfohlen vorgeschrieben habe, was auch eine Rolle gespielt haben könnte.

Firestone-Reifen gehörten bei Ford seit dem Model T von 1906 zur Erstausstattung. Henry Ford und Harvey Firestone waren befreundet. 1947 heirateten ihre Enkel William Clay Ford und Martha Parke Firestone. Der jetzige Ford-Vorsitzende William Clay Ford jr. stammt also von beiden Firmengründern ab.

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