Forderung der US-Wettbewerbsaufsicht für die Kommunikationsbranche
AT&T soll Time Warner-Beteiligung abgeben

Die US-Wettbewerbsaufsicht für die Kommunikationsbranche FCC (Federal Communications Commission) hat von AT&T wegen der Übernahme der MediaOne Group die Abgabe ihrer Beteiligung am Medienkonzern Time Warner Entertainment (TWE) gefordert.

Reuters WASHINGTON. AT&T habe bereits zugesagt, TWE abzuspalten, hieß es in einer Mitteilung der Behörde in der Nacht zum Freitag. TWE besitzt in den USA den Kinokanal Home Box Office sowie das Medienunternehmen Warner Brothers mit ihren Film-, Fernseh- und Videogeschäften.

In der vergangenen Woche hatte AT&T die Aufsichtsbehörde indes darüber informiert, der Konzern plane die Liberty Media Group zu verkaufen und ihren Anteil am US-Kabelfernsehmarkt auf unter 30 % senken. AT&T fügte hinzu, falls die Abspaltung nicht bis zum 19. Mai 2001 gelinge, werde sich der Konzern stattdessen von seiner Beteiligung an der TWE trennen, um den Auflagen der Aufsichtsbehörde nachzukommen. Im Zuge der Übernahme der MediaOne hatte die FCC von AT&T gefordert, entweder die Investmentgesellschaft Liberty Media abzugeben oder die TWE-Beteiligung zu verkaufen oder aber sich von rund 9,7 Mill. Kabelfernsehkunden zu trennen. AT&T ist gegenwärtig mit 25,5 % an der TWE beteiligt.

Wegen der MediaOne-Akquisition hatte die FCC von AT&T gefordert, die zu verkaufenden Beteiligungen in einen Trust zu überführen. AT&T war dieser Forderung bei Liberty Media jedoch nicht nachgekommen und hatte dafür rechtliche Gründe geltend gemacht. Im Gegenzug hatte AT&T daher die Trennung von seiner TWE-Beteiligung vorgeschlagen.

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