Forderung nach einer Milliarde Dollar
Clinton will in naher Zukunft über Reise nach Nordkorea entscheiden

dpa BANDAR SERI BEGAWAN. US-Präsident Bill Clinton will in "nicht allzu ferner Zukunft" entscheiden, ob er vor dem Ende seiner Amtszeit das kommunistische Nordkorea besucht. Dies teilte der Präsident am Mittwoch bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung am Rande des Asien-Pazifik-Gipfeltreffens (APEC) im asiatischen Sultanat Brunei mit.

Falls der Besuch stattfinde, sei "weitere vorbereitende Arbeit" erforderlich, sagte eine hohe Beamtin des US-Außenministeriums, Wendy Sherman. Clinton analysiere derzeit den gesamten Annäherungsprozess mit Nordkorea, der vor rund zwei Jahren begann. Kim habe die US-Politik unterstützt. Die jüngsten Gespräche mit Nordkorea über eine Beschränkung des nordkoreanischen Raketenprogramms hätten "positive Klärungen" gebracht, sagte die Beamtin. Eine mögliche "Grundsatzvereinbarung" in dieser Frage wäre ein wichtiger Bestandteil von Clintons Erwägungen.

Nordkorea hatte deutlich gemacht, dass ein Erfolg der Verhandlungen vom Willen Washingtons abhängt, "politische und wirtschaftliche Verluste" durch einen Stopp des Raketenprogramms auszugleichen. Die USA haben bisher die Forderung Nordkoreas nach einer Zahlung von einer Milliarde Dollar zurückgewiesen.

Die USA und mehrere Staaten in Ostasien sind über die Entwicklung der nordkoreanischen Raketen besorgt, die vermutlich Südkorea und Japan erreichen könnten. Zudem gibt es Befürchtungen, die Waffen könnten etwa nach Pakistan oder in Staaten des Nahen Ostens gelangen.

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