Forderung nach Kopierschutz für digitale Formate
Bertelsmann-Vorstand Schmidt: Musikpiraterie nicht zu stoppen

dpa HAMBURG. Der Tausch von Musikdaten über das Internet würde nach Ansicht von Andreas Schmidt, Vorstand der Bertelsmann E Group, -Commerce auch bei einem gerichtlichen Stopp von Musik-Tauschbörsen wie Napster ungebremst weitergehen. «Wo Nachfrage ist, ist immer auch ein Angebot», sagte Schmidt am Samstag.

Napster habe Musikfans dazu verleitet, illegal Musik auszutauschen. Die Internet-Börse habe aber auch gezeigt, dass die Zukunft der Musikdistribution in der Digitalisierung liege. «Die Musikindustrie muss schleunigst digitale Musik in sicheren, kopiergeschützten Formaten zur Verfügung stellen, damit die Nachfrage der Konsumenten befriedigt werden kann», sagte Schmidt. Die großen Unternehmen stünden dabei in einer Bringschuld gegenüber dem Markt, die bislang nicht erfüllt worden sei. «Solange dies nicht geschieht, wird kein Gericht der Welt die illegale Nutzung der Daten über Napster oder den nächsten effektiv stoppen können», sagte Schmidt.

Das kleine Unternehmen Napster (San Mateo, Kalifornien) wurde im Dezember vergangenen Jahres wegen Verletzung des Urheberrechts von dem einflussreichen Verband der US-Musikindustrie verklagt. In der Vereinigung ist neben Seagram und EMI auch die Bertelsmann AG vertreten. Nachdem ein Gericht in San Francisco die Schließung der Napster-Website angeordnet hatte, hob ein Berufungsgericht am Freitag nach einem Eilantrag von Napster diese Anordnung vorerst wieder auf.

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