Forderung nach mehr Mitteln für den sozialen Wohnungsbau
Mieterbund befürchtet Wohnungsnot

Der Deutsche Mieterbund ist wegen des Rückgangs des Wohnungsneubaus alarmiert.

uhl BERLIN. In diesem Jahr werde die Zahl der Fertigstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 23 % auf nur noch 325 000 Wohnungen sinken, prognostizierte Mieter-Präsidentin Anke Fuchs.

Vor allem im Bereich der Mehrfamilienhäuser, dem klassischen Mietwohnungsbau, sei die Lage alarmierend. Da im nächsten Jahr nach Schätzungen des Ifo-Instituts eine Trendwende nicht in Sicht sei, müsse der Bund die Mittel für den sozialen Wohnungsbau auf eine Mrd. Euro aufstocken. "Sonst bekommen wir wieder einen Wohnungsnotstand", warnte Fuchs.

Die vom Bund im Jahr 2002 für den sozialen Wohnungsbau und die Städtebauförderung vorgesehenen 535 Mill. Euro reichten nicht aus. Den Mietern in den westdeutschen Ballungsgebieten würden die in Ostdeutschland leer stehenden Wohnungen nicht helfen. Infolge der immer mehr auseinander driftenden regionalen Wohnungsmärkte gehöre das gesamte wohnungspolitische Instrumentarium auf den Prüfstand. Eine Förderung nach dem Gießkannenprinzip, das strukturschwache Regionen und Ballungsgebiete gleichermaßen begünstige, sei falsch.

Auch die Eigenheimzulage müsse überprüft werden. Die Zulagen für neue und gebrauchte Eigenheime sollten angenähert werden, forderte Fuchs. Bisher erhalten die Bauherren von selbst genutzten Eigenheimen acht Jahre lang jeweils 5 000 DM als Grundförderung. Für den Erwerb bestehender Eigenheime gibt es die Hälfte. Die Bauminister der Bundesländer haben für die Neugestaltung der Zulage bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%