Forderungen an das Rote Kreuz
Abu-Sayyaf-Rebellen wollen 10 Millionen Dollar Lösegeld erpressen

Neben dem Lösegeld für den US-Bürger fordern die Rebellen auch Medikamente und Nahrungsmittel für ihre Geisel.

dpa MANILA/JOLO. Die Kidnapper des auf der Philippinen-Insel Jolo festgehaltenen US-Bürgers Jeffrey Schilling haben nach Angaben aus Rebellenkreisen 10 Mill. $ Lösegeld gefordert. Die Entführer von der militanten Moslemgruppe Abu Sayyaf hätten auch als "Zeichen guten Willens" die Zahlung von 5 Mill. $ verlangt, hieß es am Freitag. Unklar war zunächst, ob diese Summe zusätzlich zu den 10 Mill. gezahlt werden soll.

Unterdessen laufen die Bemühungen um die Freilassung von Marc Wallert und fünf weiteren europäischen Geiseln weiter auf Hochtouren. Erneut trafen am Freitag Mittelsmänner von Chefunterhändler Roberto Aventajado mit dem Anführer der Kidnapper, "Commander Robot", zusammen, um "letzte Details für die Freilassung der verbliebenen europäischen Geiseln zu klären", wie die Abgesandten im Anschluss berichteten. "Es war eine gutes Gespräch, und alles läuft weiter wie geplant."

Aventajado hatte zuvor erklärt, "Commander Robot" halte weiterhin an seiner Zusage vom Wochenende fest, die Verschleppten in zwei Gruppen und innerhalb von weniger als zwei Wochen freizulassen. "Er hat mir gegenüber versichert, dass sich mit Blick auf unsere Vereinbarung nichts geändert hat", sagte der Chefunterhändler.

Die Entführer Schillings forderten derweil Hilfsgüter für ihre Geisel an, darunter Medikamente, Obst und Decken. "Er ist dick und er muss andere Nahrung essen. Er braucht amerikanisches Essen", sagte der Anführer des Kommandos, Abu Ahmed Sabaya. Er forderte das Rote Kreuz auf, die benötigten Lieferungen sicherzustellen.

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