Forderungen mussten neu bewertet werden
Rhein Biotech leidet unter schwachem Dollar

Vor allem wegen des schwachen Dollars ist der Gewinn von Rhein Biotech nach Angaben des Biotechnologieunternehmens im zweiten Quartal geschrumpft.

Reuters FRANKFURT. Zusammen mit einem außerordentlichen Ertrag von 1,1 Mill. Euro habe sich der Konzernüberschuss im zweiten Quartal auf 0,3 Millionen belaufen, teilte Rhein Biotech am Dienstag mit und präzisierte damit vorläufige Zahlen. Im Vorjahresquartal hatte der Überschuss noch 1,6 Mill. Euro betragen. Die Firma, die vor der Übernahme durch den Schweizer Impfstoffhersteller Berna Biotech steht, verbucht ihre Umsätze hauptsächlich in Dollar. Zudem hätten Forderungen neu bewertet werden müssen. Dies habe zu einem Werteverlust von annähernd 1,7 Mill. Euro geführt. Der Umsatz sei um 7,4 Prozent auf 22,2 Mill. Euro gestiegen.

Im Halbjahr sei der Umsatz demnach auf 39,9 von 38,1 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte Rhein Biotech weiter mit. Die operativen Kosten hätten sich auf 19,9 von 18,2 Mill. Euro erhöht, was Rhein Biotech in erster Linie auf planmäßig höhere Aufwendungen in der Forschung und Entwicklung zurückführte. Außerdem hätten sich Marketingausgaben und Restrukturierungskosten ausgewirkt. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe sich auf 2,3 von 4,8 Mill. Euro verschlechtert, der Konzernüberschuss auf 3,0 von 3,7 Mill. Euro.

Den Geldbestand Ende Juni bezifferte das Unternehmen mit 43,6 Mill. Euro nach 22,9 Mill. zum Ende des ersten Quartals. Der Anstieg sei im Wesentlichen auf die Emission einer Unternehmensanleihe durch das Tochterunternehmen GreenCross Vaccine von rund 17 Millionen Euro zurückzuführen.

Fusion soll weltweit führenden Impfstoffhersteller bilden

Das am 1. August ausgelaufene Übernahmeangebot von Berna Biotech hätten 92,2 Prozent der Rhein Biotech-Aktionäre angenommen. Zusammen wollen die Unternehmen einen der weltweit führenden Impfstoffkonzerne bilden. Berna hatte den Aktionären des weltweit drittgrößten Hepatitis-B-Impfstoffherstellers Rhein Biotech je Aktie 1,42 eigene Aktien sowie 33,75 Euro in bar geboten. Das Management von Rhein Biotech werde Aufgaben innerhalb der neuen Berna Biotech AG unter Führung von Kuno Sommer als Vorstandsvorsitzenden übernehmen. Rhein Biotech-Vorstandschef Daan Ellens werde stellvertretender CEO und die Funktion des für das operative Geschäft zuständigen Vorstands während der Integrationsphase übernehmen. Die Integration soll Ende des Jahres abgeschlossen sein.

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