Forderungen zu hoch
Bilfinger Berger macht bei J.A. Jones Rückzieher

Die Due Diligence bei J. A. Jones sei deutlich anders ausgefallen als gedacht, hieß es.

Reuters FRANKFURT. Der zweitgrößte deutsche Baukonzern werde sich nicht mehr an dem Bieterwettbewerb um das US-Geschäft von Holzmann beteiligen, sagte Vorstandschef Herbert Bodner der "Börsen-Zeitung" (Freitagausgabe). Die Due Diligence bei J. A. Jones sei deutlich anders ausgefallen als gedacht. Die US-Baufirma galt eigentlich als "Perle" des im Frühjahr zahlungsunfähig gewordenen Holzmann- Konzerns. Noch Anfang Mai hatte Bodner erklärt, J.A. Jones passe perfekt zu Bilfinger Berger. Die Mannheimer, die als Favorit in dem Bieterwettstreit galten, sind in den USA nur mit der als zu klein erachteten Tochter Fru-Con vertreten und suchen dort nach einem festen Standbein.

Mit J. A. Jones wäre das Unternehmen in eine neue Dimension gewachsen. Schon Ende Juni war der Essener Baukonzern Hochtief aus dem Rennen um Jones ausgestiegen und dies mit den Preisvorstellungen von Holzmann-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann begründet. Auch Bodner hatte zwischenzeitlich Kritik an den zu hohen Forderungen geübt. Noch Anfang dieser Woche hatte ein Sprecher das Interesse von Bilfinger an Jones bekräftigt. Nach Zeitungsberichten gab es zuletzt auch noch amerikanische Mitbewerber um die US-Firma.

Erst am Dienstag hatte Bilfinger Berger die Übernahme der Holzmann-Gebäudedienstleistungstochter HSG für 43,8 Mill. Euro perfekt gemacht. Diese soll nach Bodners Worten von 2003 an zusammen mit der im Mai erworbenen Münchener Rheinhold & Mahla und dem Baudienstleister Wolfferts bei Bilfinger die neue Sparte Dienstleistungen bilden. Alle drei sollen den Gewinn des Konzerns von Anfang an positiv beeinflussen.

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