Formel 1
BMW zeigt Leo Kirch die kalte Schulter

Der Automobilhersteller ist nicht an den Formel-1-Anteilen aus dem Hause Kirch interessiert. Stattdessen arbeiteten die Hersteller weiter an der Gründung einer eigenen Rennsportserie, so ein Vorstandsmitglied.

Reuters MÜNCHEN. BMW-Vorstandsmitglied Burkhard Göschel hat einen Einstieg der Autohersteller in die Formel-1-Gesellschaft SLEC kategorisch abgelehnt.

"Wir haben nicht das Bedürfnis, die SLEC zu kaufen", sagte der als Entwicklungsvorstand auch für den Motorsport zuständige Göschel am Dienstag. "Wir brauchen sie nicht." Die in der weltweit größten Rennsportserie vertretenen Konzerne würden ein Angebot der angeschlagenen Münchener Kirch-Gruppe ablehnen, in die SLEC einzusteigen oder ihre SLEC-Beteiligung von 57 Prozent abzukaufen. "Dazu würden wir Nein sagen", sagte Göschel am Rande der BMW-Bilanzpressekonferenz in München. Die nötige finanzielle Transparenz sei in der SLEC nicht gegeben.

Stattdessen arbeiteten die Hersteller weiter an der Gründung einer eigenen Rennsportserie unter dem Dach ihrer Gesellschaft GPWC, die 2007 starten könnte, sagte Göschel weiter. Kirch muss die im vergangenen Jahr für 1,6 Milliarden Euro erworbene SLEC- Beteiligung auf Druck ihrer Gläubigerbanken womöglich abstoßen. Mercedes-Vorstand Jürgen Hubbert hatte eine Übernahme kürzlich als eine "Frage des Preises" bezeichnet und gesagt, die Firmen warteten auf ein Angebot von Kirch.

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