Formel-1-Champion will Fußballschuhe schnüren
Neues Fitnessprogramm soll Schumacher stärken

Während der Hobby-Fußballer vor dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Premiere) nicht viel über den Plan verraten wollte, witzeln die Fans in Italien bereits: "Michael wird nur an Freundschaftsspielen teilnehmen, da in der Serie A das Verletzungsrisiko viel zu hoch ist."

HB/dpa dpa BUDAPEST. Modena-Präsident Romano Amadei gab schon im Frühling bei einem Treffen mit Ferrari-Teamchef Jean Todt grünes Licht. Sein "Neuzugang" Schumacher, für den er keine Ablöse zahlen muss, tappt trotzdem noch im Dunkeln: Er wisse noch nicht genau, was auf ihn zukomme, sagte er in Budapest. "Die Geschichte ist im Mai passiert." Schumacher hatte das Modena-Angebot schon zu den Akten gelegt, ehe es im "Sommerloch" doch an die Öffentlichkeit gelangte. "Im Prinzip bin ich erst dadurch wieder darauf aufmerksam geworden", gab der Rennfahrer zu. Nun will er die Fußball-Schuhe schnüren.

Auch Modenas Trainer Giovanni de Biasi hat keine Einwände - der Superstar kann kommen. Schließlich macht der 33-Jährige auch als Fußballer eine gute Figur, hat in der Vergangenheit seine Künste immer wieder unter Beweis gestellt. Jedoch wird der 1912 als FBC Modena gegründet Club, der bis 1995 vier Mal umbenannt wurde, nicht in "MS Modena" umgetauft. Soweit geht die Liebe zu Michael Schumacher dann doch nicht.

Und obwohl der Ferrari-Stammsitz Maranello nicht weit weg liegt vom Stadio Braglia, werden die Fußball-Profis in der Provinzhauptstadt von einem örtlichen BMW-Händler mit Autos ausgestattet. Schumacher wird vielleicht in die Wagen der Konkurrenz steigen müssen, ehe er für Modena sein Debüt geben darf.

Doch der Kerpener wird sicherlich einen Weg finden, denn er überlässt nichts dem Zufall: "Meine Philosophie ist die, dass ich sicherlich sehr hart arbeite für mein Glück", sagte er. Deshalb wird auch schon jetzt kräftig am Ferrari für das Jahr 2003 gebastelt: "Prinzipiell wird sicherlich das Hauptaugenmerk auf das nächstjährige Auto gelegt. Es gibt eventuell Situationen, wo man für das neue Auto für das nächste Jahr, aber mit dem alten Auto schon Dinge austesten kann. Das werden wir ganz klar machen", kündigte der fünfmalige Weltmeister an.

Schumacher kann sich diesen Luxus leisten, schließlich hat er den WM-Titel schon seit gut fünf Wochen in der Tasche. Langeweile in der Königsklasse fürchtet er trotzdem nicht: "Auch im letzten Jahr habe ich früh die Meisterschaft gewonnen und die Formel 1 war noch interessant."

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