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Formel-1-Chef will Teams mit Millionen ködern

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone will die meuternden Rennställe mit einer Sonderzahlung längerfristig an sich binden. „Jetzt habe ich den Teams vorgeschlagen, mit uns Verträge bis 2012 abzuschließen.“

dpa STUTTGART. Formel-1-Chef Bernie Ecclestone will die meuternden Rennställe mit einer Sonderzahlung längerfristig an sich binden. "Jetzt habe ich den Teams vorgeschlagen, mit uns Verträge bis 2012 abzuschließen."

"Dafür geben wir ihnen bis 2007 eine Extrazahlung von 500 Mill. Dollar", sagte der 74 Jahre alte Engländer in einem Interview des Fachmagazins "auto motor und sport".

Die Hersteller BMW, Ferrari, Mercedes und Renault drohen seit längerem, nach Ablauf des so genannten Concorde Agreements, das die Formel-1-Zusammenarbeit verbindlich regelt, von 2008 an unter eigener Regie anzutreten. Die Grand Prix World Championship (Gpwc) ist unter anderem nicht mit der Verteilung der Fernsehgelder zufrieden. Derzeit erhalten sie nur 45 Prozent. Ecclestone reagierte auf diese Drohungen stets gelassen. "Ich fürchte mich nicht. Die Gpwc spricht mit Rennstrecken und Sponsoren", sagte er jetzt der Zeitschrift. "Ich bin mal gespannt, wer sich darauf einlässt."

Auch seine juristische Niederlage vor dem High Court in London vor zwei Wochen lässt Ecclestone kalt. Das Gericht hatte einer Klage des Bankentrios Bayerische Landesbank, Lehman Brothers und J.P. Morgan Chase, denen 75 Prozent der Vermarktungsgesellschaft Slec gehören, Recht gegeben, mehr eigene Direktoren berufen zu können. "Das Urteil betraf nur die Holding. In den Firmen, die das operative Geschäft abwickeln, hat sich nichts geändert", sagte Ecclestone. Die Banken seien mit ihm glücklich. Ihnen gehe es nur darum, mehr Mitspracherecht in der FOA (Formula One Administration) zu erhalten. Diese Tochtergesellschaft regelt mit anderen den Formel-1-Ablauf.

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