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Formel 1 mit zehn Teams: „Red Bull“ kauft Jaguar

Die Zukunft von Jaguar ist gesichert. Nach übereinstimmenden Berichten der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und der „Welt am Sonntag“ hat der österreichische Getränkehersteller „Red Bull“ den Rennstall gekauft.

dpa STUTTGART. Die Zukunft von Jaguar ist gesichert. Nach übereinstimmenden Berichten der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" und der "Welt am Sonntag" hat der österreichische Getränkehersteller "Red Bull" den Rennstall gekauft.

Firmenchef Dietrich Mateschitz soll dem bisherigen Besitzer Ford, der sich aus der Formel 1 komplett zurückzieht, angeblich eine Mill. Dollar für Jaguar bezahlen. Mit der Rettung von Jaguar werden in der kommenden Saison der Formel-1-Weltmeisterschaft wohl weiterhin zehn Rennställe antreten.

Die Nennfrist endet am 15. November. Paul Stoddart, der Chef des finanziell angeschlagenen Minardi-Teams, hatte bereits vor mehreren Tagen erklärt, auch 2005 an der WM teilzunehmen. Minardi kann weiterhin Motoren des von Ford ebenfalls abgegebenen Motorenbauers Cosworth einsetzen.

Für den klammen Rennstall des Iren Eddie Jordan zeichnet sich ebenfalls eine Lösung ab: Er soll von Toyota Triebwerke für angeblich zehn Mill. Dollar erhalten. Als Gegenleistung könnte Jordan Toyota-Testpilot Ryan Briscoe (Australien) ein Cockpit bieten. Um die freien Plätze bewerben sich auch die bisherigen Jordan-Piloten Nick Heidfeld und Timo Glock (Mönchengladbach). Heidfeld hofft allerdings darauf, bei Williams-BMW als Teamkollege des Australiers Mark Webber unterzukommen. Der 27 Jahre alte Rheinländer kann sein Können im Dezember bei Testfahrten für die Weiß-Blauen beweisen.

Mateschitz kann durch die Jaguar-Übernahme seinen Traum von einem "All American Team" wahrmachen und mit einem eigenen Grand-Prix- Rennstall zudem verstärkt Reklame für seinen Energy-Drink auf dem für ihn wichtigen nordamerikanischen Markt machen. Möglicherweise verpflichtet der Österreicher deshalb einen Fahrer aus den USA. Aussichtsreicher Kandidat für einen Platz ist auch Mateschitz' Landsmann Christian Klien, der schon in der zurückliegenden Saison für Jaguar fuhr. Die Entscheidung über die Pilotenbesetzung bei "Red Bull" soll bis Ende November fallen.

Die Übernahme des britischen Rennstalls sichert etwa 350 Arbeitsplätze. Laut "Welt am Sonntag" hat Ford auch für Cosworth einen Käufer gefunden. Kevin Kalkhoven, Miteigentümer der nordamerikanischen Champcar-Serie, soll das Tochterunternehmen mit 300 Mitarbeitern übernommen haben.

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