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Formel-1-Pilot Glock ausgebremst: Wohl kein Einsatz in Indianapolis

Hamburg (dpa) - Für Formel-1-Aufsteiger Timo Glock ist ein weiterer Renneinsatz schon beim Großen Preis der USA in Indianapolis unwahrscheinlich. «Ich gehe davon aus, dass Giorgio Pantano wieder fährt. Timo ist bei Jordan als Test- und Reservefahrer beschäftigt», sagte sein Vermarkter Hans-Bernd Kamps der dpa.

Hamburg (dpa) - Für Formel-1-Aufsteiger Timo Glock ist ein weiterer Renneinsatz schon beim Großen Preis der USA in Indianapolis unwahrscheinlich. «Ich gehe davon aus, dass Giorgio Pantano wieder fährt. Timo ist bei Jordan als Test- und Reservefahrer beschäftigt», sagte sein Vermarkter Hans-Bernd Kamps der dpa.

Der 22 Jahre alte Glock hatte beim Großen Preis von Kanada kurzfristig das Jordan-Cockpit von Pantano übernommen und auf Anhieb zwei WM-Punkte geholt. «Ich bin auf den Geschmack gekommen. Wenn ich wieder fahren soll, muss man mich nicht zwei Mal bitten», sagte Glock. Zusammen mit seinen Teamkollegen Pantano und Nick Heidfeld bereitet sich der Rennfahrer aus dem Odenwald in einem Fitnesscamp auf das Rennwochenende vor.

Glock wird auf alle Fälle im Training wieder im Einsatz sein. Bis dahin, so glaubt Kamps, werden die Probleme zwischen Teamchef Eddie Jordan und Pantano ausgeräumt sein. Damit wäre Glock für das Rennen ausgebremst. Der Italiener ist ein so genannter «Pay- Driver», der mit Hilfe von Sponsoren für seinen Platz in einem Formel-1-Cockpit zahlt. In Montreal hatte der finanzschwache Jordan- Rennstall den Rückzug Pantanos mit «privaten Angelegenheiten» begründet.

Auch Glock, der im elterlichen Gerüstbau-Betrieb in Brensbach gelernt hat, muss für seinen Trainingseinsatz in der Formel 1 viel Geld bezahlen: Rund drei Millionen Euro muss die deutsche Nachwuchshoffnung für eine Saison auf den Tisch legen, um als «Freitags-Fahrer» im Team von Eddie Jordan dabei sein zu dürfen.

In Montreal nutzte Glock die Gunst der Stunde und betrieb mit seiner starken Vorstellung Werbung in eigener Sache. «Timo ist so gut ausgebildet, dass er jederzeit ein Formel-1- Rennen fahren kann. Jetzt kennt man ihn. Das macht es für uns einfacher, seine Zukunft zu planen», sagte Kamps. Nun hofft der Vermarkter, der mit seiner Firma «tolimit» das Glock-Engagement bei Jordan finanziert, auf Angebote von finanzstarken Rennställen: «Timo steht für das nächste Jahr bereit.»

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