Formel 1 will auf jeden Fall zurückkehren
Ein Königreich für die Sicherheit

Die Formel 1 fürchtete vor ihrem ersten Start im islamischen Bahrain den Terror - nach der Ankunft ist die Angst geringer.

AMMAN/MANAMA. Seit Tagen wiederholen die Sicherheitsexperten von Bahrain einen Satz: "Wir betonen, dass alle möglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden sind." Es ist ein notwendiger Satz in diesen Zeiten, in denen Terroristen weltweit nicht davor zurückschrecken wie jüngst in Madrid massenhaft unschuldige Menschen umzubringen und so genannte weiche Ziele treffen. Die verständliche Hysterie vor dem Terror hat auch den Sport erreicht, und so wird bei jeder Großveranstaltung nach den Sicherheitsvorkehrungen gefragt. Am Wochenende findet der erste Grand Prix der Formel 1 in der arabischen Welt statt, und da es sich beim Austragungsort um ein islamisches Königreich handelt, ist die Welt besonders skeptisch. Dem deutschen Formel-1-Star Michael Schumacher hat König Hamid bin Isa al-Khalifa angeblich eine gepanzerte Limousine zur Verfügung stellen wollen, und angeblich sollte auch jeder weitere Fahrer Personenschutz erhalten. Am Mittwoch sagte der nationale Pressechef Ghada al-Ansari dem Tagesspiegel: "Wir würden den Fahrern Leibwächter zur Verfügung stellen. Aber bis jetzt gab es dafür noch gar keine Anfragen."

Will heißen, die Formel 1 selbst hat nicht die großen Sorgen um die eigene Sicherheit, die man angesichts des Austragungsortes hätte vermuten lassen. Das Innenministerium von Bahrain jedenfalls bemüht sich, diesen Eindruck von gefühlter Sicherheit zu verstärken: Die Nationalgarde sichert die Rennpiste ab. Die Soldaten werden am ganzen Wochenende ringförmig um den Kurs herum stationiert sein. Und natürlich vergisst al-Ansari nicht darauf hinzuweisen, dass "unsere Sicherheitsleute Unterstützung von Militär und Geheimdiensten aus aller Welt" bekommen. Es darf schließlich nichts schief gehen, denn Bahrain will sich der Welt präsentieren - und Touristen in die Wüste locken. Die 15 000 Hotelzimmer des Landes sind ausgebucht. Und die 650 000 Einwohner des arabischen Zwergstaates sind durch riesige Plakatwände auf allen Straßen der Hauptstadt Manama informiert.

Seite 1:

Ein Königreich für die Sicherheit

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%