Forsa-Umfrage: Nach Stoibers Nominierung überholt Union die SPD

Forsa-Umfrage
Nach Stoibers Nominierung überholt Union die SPD

Nach der Nominierung von CSU-Chef Edmund Stoiber als Kanzlerkandidat hat die Union die SPD klar in der Wählergunst überholt. Das geht aus einer am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Zeitung "Die Woche" hervor.

afp HAMBURG. Demnach käme die Union auf 41 Prozent der Stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Dies wären fünf Prozentpunkte mehr als die SPD, die 36 Prozent erhielte. Dies ist den Angaben zufolge das schlechteste Ergebnis für die SPD seit Ende 1999. Auf die FDP entfielen demnach sieben Prozent, auf die Grünen und die PDS jeweils sechs Prozent. CDU/CSU und FDP lägen so zusammen bei 48 Prozent und damit gleichauf mit SPD, Grünen und PDS.

Auch beim direkten Vergleich holte Stoiber gegenüber Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf. Der Umfrage zufolge würden nun 42 Prozent Schröder direkt wählen, 37 Prozent seinen Herausforderer. Das ist den Angaben zufolge der bislang beste Wert für Stoiber, der schlechteste für Schröder.

In wichtigen Politikfeldern beurteilen die Bürger den bayerischen Ministerpräsidenten inzwischen besser als den Kanzler. Ein höhere Kompetenz wird Stoiber demnach bei der Kriminalitätsbekämpfung (52 gegenüber 18 Prozent für Schröder), in der Wirtschaftspolitik (50 gegenüber 23), im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit (40 gegenüber 19) sowie bei der Sanierung der Staatsfinanzen (37 gegenüber 27) zugebilligt. Schröder hingegen wird als deutlich kompetenter etwa in der Außenpolitik, der sozialen Gerechtigkeit, dem Aufbau Ost und der Modernisierung des Landes eingeschätzt.

Trotz der guten Umfragewerte für die Union glauben derzeit aber 52 Prozent der Deutschen, dass die SPD die Bundestagswahl im September gewinnen wird, wie aus der Umfrage weiter hervorgeht. Nur 33 Prozent rechnen demnach mit einem Sieg der Union. Für die Einschätzungen hatte Forsa nach Angaben der "Woche" vom 11. bis zum 15. Januar insgesamt 1502 Personen befragt. Für die Kompetenz der Kandidaten wurden 1002 Personen zwischen dem 11. und 12. Januar befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei plus minus drei Prozentpunkten.

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