Forscher arbeiten an Entwicklung des digitalen Kinos
D-Cinema statt Filmrolle

Die gute alte Filmrolle könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Wissenschaftler von vier Forschungseinrichtungen sind dabei, das so genannte D-Cinema zu entwickeln: Kino, das von der Kamera über Produktion, Postproduktion, Vertrieb bis zur Wiedergabe komplett digital abgewickelt wird. Während der Vorführung reißende Filme würde es dann nicht mehr geben. Auf der Cebit in Hannover sollen die bisherigen Entwicklungen vorgestellt werden.

WiWo/ap MÜNCHEN. Bisher wird die digitale Technik schon für Animationen und Spezial-Effekte genutzt, doch der Film selbst ist noch nicht digital. "Sogar wenn große Teile der Bilder digital erzeugt oder bearbeitet werden, steht am Ende der Kette immer noch der klassische 35-Millimeter-Film", sagt Hans Bloß vom Fraunhofer für Integrierte Schaltungen. -Institut Dessen Wissenschaftler arbeiten zusammen mit Kollegen der Fraunhofer-Arbeitsgruppe Elektronische Medientechnologie, des Heinrich-Hertz-Instituts für Nachrichtentechnik und der Technischen Universität Ilmenau an technologischen Grundlagen für das D-Cinema.

Probleme bereiten vor allem noch die Speicherung der enormen Datenmengen - beim Dreh eines 90-minütigen Films fallen mehr als zwei Kilometer Film an - und das Fehlen wichtiger Schlüsselkomponenten wie einer entsprechenden digitalen Kamera, die den hohen Ansprüchen genügt.

Doch die Vorteile des digitalen Kinos liegen auf der Hand: So müssten etwa Filme nicht mehr im Kopierwerk vervielfältigt und in alle Welt verschickt werden, sondern sie könnten sogar via Satellit oder Kabel direkt als Datenpaket ins Kino kommen. Und schließlich erscheinen digitale Filme auch nach 1.000 Aufführungen noch fehlerfrei und brillant auf der Leinwand.

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