Forscher forden Mut zur Pause
Erreichbarkeit zehrt an Mitarbeiternerven

dpa HANNOVER. Die Onlinevernetzung auf Schritt und Tritt verlangt nach Ansicht von Wissenschaftlern vielen Menschen einen stärkeren Willen zur Pause ab. «Früher erholten sich Vertreter bei der Autofahrt von anstrengenden Kundengesprächen. Inzwischen haben sie sogar da die Möglichkeit, über Spracheingabe E-Mails und Faxe abzusetzen», sagte Betriebswirtschaftsforscher Uwe Schneidewind von der Universität Oldenburg am Freitag auf der Cebit-Messe in Hannover. Dadurch könne es rasch zur Überlastung kommen.

Wegen der ständigen Verdichtung der Arbeit durch elektronische Hilfen müssten sich die Angestellten "neue Ruhephasen" suchen. "Früher glaubten die Handynutzer ja auch, immer erreichbar sein zu müssen. Inzwischen lassen sie die Mailbox für sich antworten", sagte Schneidewind. Die Großfirmen zeigten sich nach seiner Einschätzung bislang sehr verantwortungsvoll im Umgang mit ihren Angestellten. Auch die technischen Nachzügler in kleinen Unternehmen sollten im eigenen Interesse Mitarbeiter zu regelmäßigen Pausen ermutigen.

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