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Forscher: Mehr Hitzewellen auch in Deutschland

In Deutschland wird es einer Studie zufolge gegen Ende dieses Jahrhunderts häufig starke Hitzeperioden geben. Auch in anderen Teilen Europas und in Nordamerika werden Hitzewellen öfter auftreten, länger andauern und dabei heißer sein als bisher. Das berichten Klimaforscher im US-Fachjournal „Science“ (Bd. 305, S. 994).

dpa WASHINGTON. In Deutschland wird es einer Studie zufolge gegen Ende dieses Jahrhunderts häufig starke Hitzeperioden geben. Auch in anderen Teilen Europas und in Nordamerika werden Hitzewellen öfter auftreten, länger andauern und dabei heißer sein als bisher. Das berichten Klimaforscher im US-Fachjournal "Science" (Bd. 305, S. 994).

Länder wie Deutschland, die bislang vergleichsweise selten von Hitzewellen betroffen waren, müssen demnach insbesondere vom Jahr 2080 an mit einer Zunahme dieses Klimaphänomens rechnen. Gerade in diesen Gebieten können Hitzewellen verheerende Auswirkungen auf die Menschen haben, befürchten Gerald Meehl und Claudia Tebaldi vom Zentrum für Atmosphärenforschung in Boulder (US-Staat Colorado). Denn bislang seien diese Länder schlecht an lange Heißphasen angepasst.

Doch auch Landstriche, in denen Hitzewellen bereits heute häufiger auftreten - wie Mittelmeergebiete oder der Süden der USA - müssen mit einer weiteren Zunahme rechnen.

Für zukünftige Hitzeereignisse erarbeiteten sie ein Modell. Danach werde Paris derzeit von durchschnittlich 1,6 Hitzewellen pro Jahr heimgesucht. Von 2080 bis 2099 müsse sich die französische Hauptstadt auf 2,15 Mal jährlich einstellen. Das entspreche einer Zunahme um 31 %. Dauere die brütende Hitze in Paris derzeit zwischen acht und 13 Tagen, werde sie gegen Ende des Jahrhunderts im Schnitt elf bis 17 Tage anhalten, berichten die Forscher. Für Deutschland machten sie keine derart detaillierten Angaben.

Für die Voraussage der Hitzewellen verarbeitete das Team Faktoren wie die veränderte Sonnenaktivität und den Treibhauseffekt. Sie gingen davon aus, dass sich der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase in nächster Zeit nicht wesentlich vermindert.

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