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Forschungsprojekt zur Bilanzierung von Kompetenzen und intellektuellem Kapital

Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sollen ab 2005 auch für die Europäische ...

Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sollen ab 2005 auch für die Europäische Union gelten. Dieser Standard wird mittelfristig um die Bewertung von "Intellectual Capital" erweitert werden. Dies bedeutet, dass das Wissenskapital und damit letztlich die Kompetenzen der Mitarbeiter gemessen und bilanzierbar gemacht werden müssen. Und so wird die bislang häufig fehlende Grundlage für das systematische Entwickeln von Kompetenzen geschaffen.
Zu der Frage wie Kompetenzen gemessen und bewertet werden können wurde jetzt ein Forschungsauftrag vergeben. Professor Erich Barthel, Hochschule für Bankwirtschaft, Frankfurt a.M., Experte für Humankapital, und Professor John Erpenbeck, Arbeitskreis Betriebliche Weiterbildungsforschung (ABWF), Berlin, als Experte für Kompetenzmessung, begleiten das Projekt wissenschaftlich. Die Projektleitung liegt bei Dr. Joachim Hasebrook, Vorstand der efiport AG in Frankfurt, und Dr. Olaf Zawacki-Richter, efiport AG. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des europäischen Sozialfonds gefördert und vom ABWF getragen.
Aufgabe des Projektteams ist es, die aktuellen sozialwissenschaftlichen, pädagogischen und ökonomischen Methoden auf ihre Anknüpfungspunkte und Synergiepotenziale zu untersuchen. "Die zahlreichen existierenden Ansätze sind meist sehr einseitig und liefern deshalb keine befriedigenden Ergebnisse. Wir gehen davon aus, dass mit einer Verknüpfung validere Ergebnisse zu erzielen sind", so die Einschätzung von Professor Barthel. Wesentlicher Bestandteil des Projektes ist es, die praktischen Erfahrungen in Unternehmen mit den jeweiligen Ansätzen empirisch zu untersuchen, zu begutachten und Empfehlungen abzuleiten. "Wir legen großen Wert darauf, die bereits bestehenden praktischen Erfahrungen zu nutzen, um zu sehen, welche Schwierigkeiten bei der Anwendung einzelner Methoden in der Praxis entstehen können", betont Dr. Zawacki-Richter. An der Untersuchung nehmen renommierte Unternehmen wie die credit suisse, Schweiz teil.
"Ohne technologische Unterstützung wird die Komplexität der Kompetenzmessung nicht zu bewältigen sein", meint Dr. Joachim Hasebrook. Deshalb entwickelt die efiport AG auf der Basis dieses Forschungsprojektes das efiport Skill Management [SM] weiter. Mit diesem System können Kompetenzprofile erfasst, verwaltet und bewertet werden.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 01.12.2003

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