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Fortschritte bei Atomgesprächen mit Iran

Bei den Pariser Gesprächen der EU mit Teheran über das umstrittene iranische Atomprogramm hat es nach französischer Darstellung spürbare Fortschritte gegeben. Iranische Berichte über einen Durchbruch wurden aber nicht bestätigt.

dpa PARIS. Bei den Pariser Gesprächen der EU mit Teheran über das umstrittene iranische Atomprogramm hat es nach französischer Darstellung spürbare Fortschritte gegeben. Iranische Berichte über einen Durchbruch wurden aber nicht bestätigt.

Die EU-Staaten wollen Teheran zur Aufgabe der Urananreicherung bewegen, die den Bau von Atomwaffen ermöglichen würde. "Nach schwierigen Diskussionen haben die beiden Parteien beträchtliche Fortschritte in Richtung auf ein vorläufiges Abkommen über eine gemeinsame Herangehensweise an diese Fragen erzielt", erklärte das Pariser Außenministerium am Sonntag.

An den 22-stündigen Verhandlungen am Freitag und Samstag hatten Vertreter der EU, Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Irans teilgenommen. Der iranische Delegierte Hussein Mussavian sprach anschließend von einer "ersten Einigung" der Experten. Wenn die Regierungen dem zustimmten, werde man erneut zusammenkommen, um das Vereinbarte umzusetzen. Aus europäischen Verhandlungskreisen hieß es jedoch, es sei kein weiteres Treffen vor dem 25. November geplant. Dann soll die Internationalen Atomenergie-Organisation (Iaeo) in Wien über das iranische Atomprogramm befinden. Washington drängt darauf, dass die Iaeo das Thema vor den UN-Sicherheitsrat bringt.

Keine Bestätigung gab es in Paris für einen Bericht des iranischen Staatsfernsehens Irib, dem zufolge die EU-Staaten Teherans Forderung akzeptiert haben, die Urananreicherung befristet auszusetzen. Die Europäer verlangen bisher wie die USA den völligen Verzicht Teherans auf die Anreicherung. Von zehn iranischen Forderungen hätten die Europäer acht akzeptiert, darunter der Beitritt des Landes zur Welthandelsorganisation (WTO) und die Aufnahme von Handelsgesprächen, meldete Irib.

Unbestätigten Pressemeldungen zufolge riefen die drei EU-Staaten Teheran auf, im Nahen Osten seinen Einfluss auf israelfeindliche Milizen zugunsten des Friedensprozesses zu nutzen. Außerdem soll die EU die Aufhebung bestimmter Handelssanktionen gegen Iran angeboten haben. Iran hat stets beteuert, es gehe bei seinem Atomprogramm nicht um Waffen, sondern nur um Stromerzeugung.

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