Fortsetzung der liberalen Unternehmerpolitik
Deutsche Wirtschaft erwartet weitere Öffnung Mexikos unter Fox

Reuters BERLIN. Die deutsche Wirtschaft ist zuversichtlich, dass der neue mexikanische Präsident Vicente Fox den liberalen Kurs seines Vorgängers fortsetzt und sich das Land weiter für ausländische Investoren öffnet. Der Lateinamerika-Experte des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT), Reiner Perau, sagte der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin, er erwarte, dass Mexiko seine liberale Unternehmerpolitik fortsetze. Mit Vicente Fox von der konservativen PAN wird am Freitag zum ersten Mal seit 71 Jahren ein Politiker zum Präsidenten vereidigt, der nicht der Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) angehört.

Mexiko sei wegen seiner Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union (EU) sowie den USA und Kanada (NAFTA) von strategischer Bedeutung, sagte Perau, der Leiter des Amerikareferats beim DIHT ist. "Sein Politikstil beeindruckt uns", sagte Perau. Fox, der früher Coca-Cola-Manager für Lateinamerika war, ließ Headhunter in Mexiko nach Kandidaten für sein Kabinett suchen. Nach eigenen Angaben will er die Regierung effizient und im Team führen. Linke Oppositionsparteien kritisierten, Fox wolle Mexiko in eine Aktiengesellschaft verwandeln.

BDI zuversichtlich

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) äußerte sich erfreut über die wirtschaftspolitische Kompetenz des neuen Präsidenten. Sein Kurs aus Kontinuität und neuen Impulsen in der Wirtschafts- und Finanzpolitik sollte zu einem erheblichen Ausbau der Handelsbeziehungen beitragen können, hatte BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel nach einem Besuch von Fox in Berlin im vergangenen Monat gesagt.

Fox hatte damals angekündigt, den Handel mit der EU und besonders mit Deutschland als deren stärkster Volkswirtschaft massiv steigern zu wollen. Der Handelsaustausch der EU mit Mexiko solle in fünf bis zehn Jahren eine Dimension wie der der USA mit Mexiko erreichen können. Die USA waren im vergangenen Jahr mit 75 % wichtigstes Lieferland und lagen auch als Abnehmerland mit 88 % vorn. Deutschland lag mit vier Prozent als Lieferland auf Rang zwei und bekleidete diesen Rang auch - zusammen mit Kanada - als Abnehmerland mit zwei Prozent.

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