Fortsetzung von Flugzeug-Gesprächen "auf anderer Ebene"
Washington warnt US-Bürger vor Reisen nach China

Die US-Regierung hat chinesischstämmige US-Bürger vor Reisen nach China gewarnt. Sino-Amerikaner liefen Gefahr, festgenommen zu werden, vor allem wenn sie sich kritisch gegenüber der kommunistischen Regierung in Peking geäußert hätten, teilte das US-Außenministerium am Donnerstag in Washington mit.

afp WASHINGTON. In einzelnen Fällen seien Reisen nach Taiwan oder der Kontakt zu taiwanischen Medien von chinesischen Behörden als Spionagetätigkeit ausgelegt worden. Wer in dieses Profil passe, sollte eine Reise nach China «vorsichtig abwägen». Das Verhältnis zwischen China und den USA ist seit der Notlandung eines US-Spionageflugzeugs auf der chinesischen Insel Hainan angespannt.

Mindestens zwei US-Bürger würden in China derzeit unter Spionageverdacht festgehalten, teilte das State Department weiter mit. Namen nannte das Ministerium nicht. Bei den beiden handelt es sich vermutlich um die Soziologin Gao Zhan, die im Februar auf dem Pekinger Flughafen festgenommen wurde, sowie um den 45-jährigen Li Shaomin, der an der Hongkonger Universität lehrt. Er war Ende Februar von der chinesischen Staatssicherheit bei dem Versuch festgenommen worden, von Hongkong in die südchinesische Stadt Shenzhen zu gelangen.

Nach zweitägigen Gesprächen konnten sich Washington und Peking am Donnerstag nicht auf die Rückgabe des US-Spionageflugzeuges einigen. Der Sprecher von US-Präsident George W. Bush, Ari Fleischer, teilte in Washington mit, die Gespräche würden «auf einer anderen diplomatischen Ebene» fortgeführt. Nähere Angaben machte er nicht.

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