Fox sich mehr um Probleme in Mexiko kümmern
Mexiko: Parlament verbietet Präsident USA-Reise

Das mexikanische Parlament hat Präsident Vicente Fox eine Auslandsreise nach Kanada und in die USA untersagt.

ap MEXIKO STADT. Mit 71 gegen 41 Stimmen entschied der Senat am Dienstag, die für nächste Woche geplante Reise liege nicht im Interesse des Landes. Damit machte das Parlament erstmals in der Geschichte Mexikos von seinem Recht Gebrauch, Auslandsreisen des Staats- und Regierungschefs zu unterbinden.

Die Abgeordneten gaben verschiedene Begründungen für ihre Entscheidung. Volksvertreter aus dem nationalkonservativen Lager des Präsidenten bekundeten ihren Unmut über die häufigen Auslandsreisen und forderten, Fox solle sich mehr um die innenpolitischen Probleme kümmern. Abgeordnete der sozialdemokratisch orientierten Partei der Demokratischen Revolution (PRD) kritisierten hingegen, Fox unterhalte zu enge Beziehungen zu Washington und unternehme nichts gegen restriktive Maßnahmen der USA gegen Einwanderer aus Mexiko.

Weil die Verfassung Auslandsreisen des Präsidenten von der Genehmigung des Senats abhängig macht, kann Fox nur versuchen, die Senatoren noch umzustimmen. Der Präsident wollte in der kommenden Woche nach Calgary und Vancouver sowie nach San Francisco fliegen, um die wirtschaftlichen und politischen Kontakte zu den USA und Kanada zu stärken. Geplant war auch ein Gespräch mit Microsoft-Gründer Bill Gates.

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