Frachtaufkommen gesunken
Lufthansa sieht Talsohle erreicht

Die Deutsche Lufthansa hat entgegen des allgemein negativen Trends am Frankfurter Flughafen im Mai mehr Passagiere geflogen. Insgesamt scheint sich das Umfeld für die Luftfahrtindustrie in Deutschland allmählich zu entspannen. "Die Talsohle der durch Irak-Krieg und Lungenepidemie SARS bewirkten Krise scheint - was die Mengenentwicklung angeht - erreicht", hieß es in einer Mitteilung der Lufthansa am Mittwoch.

Reuters FRANKFURT. Im Mai flog die Lufthansa wieder etwas mehr Passagiere und erzielte vor allem eine höhere Auslastung ihrer Maschinen, was für die Profitabilität entscheidend ist. Um 0,1 % auf knapp 3,8 Mill. Passagiere stieg im vergangenen Monat die Zahl der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei hatte die Lufthansa ihr Angebot auf Grund des schwachen Geschäftsklimas stark reduziert. Die im Sitzladefaktor ausgedrückte Auslastung der Maschinen legte um 1,4 %punkte auf 74,9 % zu. Alle Gebiete bis auf die von SARS besonders betroffene Region Asien/Pazifik hätten zugelegt, hieß es.

Weiterhin schwach präsentierte sich indes das Cargogeschäft mit einem Rückgang der geflogenen Fracht von 3,6 % auf 129 000 Tonnen. Die ungebrochen schlechte Konjunktur sowie der anhaltend starke Euro-Kurs gegenüber dem Dollar belasteten den Frachtbereich, hieß es. Dennoch stieg die Auslastung der Cargo-Maschinen um 0,8 %punkt auf 65,1 %. Die Lufthansa hatte im ersten Quartal infolge der zahlreichen Belastungen für ihre Geschäfte einen Verlust verbucht und auch für das Gesamtjahr einen Fehlbetrag angekündigt. Konzernchef Jürgen Weber sagte aber jüngst noch im Reuters-Interview, die Talsohle scheine für den Konzern durchschritten.

Deutschlands größter und Europas zweitgrößter Flughafen in Frankfurt am Main verbuchte indes im Mai einen Rückgang bei den Passagierzahlen von 5,3 %, wie die Betreibergesellschaft Fraport AG mitteilte. Grund für die schwachen Zahlen seien vor allem die allgemein noch geringe Reiseneigung der Verbraucher angesichts der schwachen Konjunktur sowie Einbußen im Asiengeschäft wegen der SARS-Gefahren gewesen, hieß es. Der Fernostverkehr sei um ein Fünftel eingebrochen. Seit Jahresbeginn haben nach den Fraport-Zahlen bislang über 18,2 Mill. Menschen den Frankfurter Flughafen für Reisen genutzt, zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Doch auch Fraport registrierte eine Abschwächung des negativen Trends: Gegen Ende Mai habe sich eine leichte Belebung der Reisetätigkeit feststellen lassen, hieß es. "Dies bestätigen auch diverse Reiseveranstalter, die anhand der Buchungseingänge eine deutliche Belebung des Urlaubsgeschäfts registrieren. Daher ist Fraport vorsichtig optimistisch, in Frankfurt schon bald wieder ein Plus bei den monatlichen Fluggastzahlen zu schreiben." Positiv entwickelte sich bereits das Frachtaufkommen am Frankfurter Flughafen, das im Mai um 2,9 % auf 124 611 Tonnen gestiegen sei.

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