Frachteinbrüche nach USA-Terror
Für Lufthansa Cargo ist 2001 ein verlorenes Jahr

Die Lufthansa Cargo ist von den Terroranschlägen in den USA heftig getroffen worden. In der Woche nach den Anschlägen wurde bei der Fracht ein "Einbruch" um 35 bis 40 % verzeichnet.

dpa-afx FRANKFURT. "Wir wurden heftigst getroffen", sagte der Vertriebsvorstand der Lufthansa Cargo, Andreas Otto, der "Börsen-Zeitung". Von einer Normalisierung könne trotz einer Verbesserung des Geschäfts der Frachttochter der Lufthansa in der darauf folgenden Woche noch nicht gesprochen werden. Die Unsicherheit der politischen Entwicklung erschwert die Lage zusätzlich: "Wenn Lufträume dicht gemacht werden, kann die Fracht nicht geflogen werden, auch wenn sie vorhanden ist", sagte Otto.

Notwendige Umwege und höhere Versicherungskosten würden die Kosten in die Höhe treiben. Zum 1. Oktober angekündigte Preiserhöhungen würden "nicht reichen, um die Mehrkosten zu decken". 2001 sei ein verlorenes Jahr, sagte Otto der Zeitung. Im Juli habe er sich noch optimistisch gezeigt, dass die Geschäfte ab September anziehen würden.

Außer der Geschäftsentwicklung seien auch Beteiligunggespräche von den Anschlägen negativ beeinflusst worden. Die Gespräche von Lufthansa Cargo und Scandinavian Airline Systems (SAS) über eine finanzielle Beteiligung an deren Frachttochter seien in der Folge ins Stocken geraten. Nach Angaben Ottos waren sie zuvor schon sehr weit gediehen. Nun müssten beide Seiten ihre Investitionen noch einmal überdenken.

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