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Fragen an den Ex-T-Online-Chef Wolfgang Keuntje

Handelsblatt.com hat den ehemaligen T-Online-Chef, Wolfgang Keuntje befragt. Keuntje, der bis zum Ende August 2000 die Geschäfte bei T-Online geführt hatte, ist heute fünfter Partner des Risikokapitalunternehmens X Venture in Wiesbaden.

Handelsblatt.com hat den ehemaligen T-Online-Chef, Wolfgang Keuntje befragt. Keuntje, der bis zum Ende August 2000 bei T-Online war, ist heute fünfter Partner des Risikokapitalunternehmens X Venture in Wiesbaden.

Frage: Wer rund um das Thema Internet und Telekommunikation mit Venture Capital Geschäfte fördern will, kommt an der Deutschen Telekom nicht vorbei. Müssen Sie mit XL Venture um das Unternehmen einen Bogen machen?

Keuntje: Ich glaube es gibt genug Themen die rund ums Internet und Telekommunikation ohne DTAG stattfinden und stattfinden werden. Es gibt von meiner Seite aus aber auch keine Vorbehalte bzgl. einer Zusammenarbeit mit der DTAG.

Frage: Auf welche Art von Geschäftsmodellen wollen Sie setzen?

Keuntje: Wir setzen auf Geschäfte rund um e-Business, Internet und Telekommunikation sowie andere Interessante neue Entwicklungen, bei denen wir davon überzeugt sind mit unserem Erfahrungen und Wissen einen Erfolg sicherstellen zu können. Wichtig sind für uns vor allem auch die Management Teams und erste Erfolge des Geschäftsmodells.

Frage: Sehen Sie sich bald mit Klaus Esser um die interessantesten Beteiligungen streiten ?

Keuntje: In der Venture Capital Szene geht es meistens Zusammen besser als Gegeneinander.

Frage: Welche Erfahungen haben Sie bei T-Online mit Startups gemacht?

Keuntje: Eigentlich nur Gute. Wenn auch nicht jede Idee ein Erfolg wurde, so hat es doch immer aus den Diskussionen neue Ansätze für die Weiterentwicklung des Internet gegben.

Frage: Ein Unternehmen, das - inzwischen weniger - immer wieder mit T-Online in Verbindung gebracht wurde, ist ID Media. Hat der Kontakt zu diesem Unternehmen Sie darin bestärkt, eine Zukunft in der Beratung von jungen Unternehmen zu suchen?

Keuntje: Die Kontakte zu ID-Media von meiner Seite sind noch vor Börengang Id-Media. Die letzten Gespräche haben nicht unter meiner Beteiligung stattgefunden.(Nach meinem Ausscheiden.) Ich habe aber in den letzten Monaten mit vielen Firmen, darunter auch sehr junge Firmen, Kontakt gehabt und die Erkenntnis gewonnen, daß meine sowohl Old- als auch New Economy Erfahrungen sehr gerne aufgenommem werden.

Frage: Warum geht ein Manager, der nach seinem Auscheiden bei T-Online zahlreiche Angebote aus der Industrie erhalten hat, ausgerechnet in ein Startup-Umfeld, und das in einer Zeit, in der die New Economy stark an Glanz eingebüßt hat?

Keuntje: Wie viele andere Manager in einer solchen Situation sucht man nach einer echten neuen Herausforderung. Diese habe ich in diesem Umfeld gefunden. Ich glaube, daß gerade in diesem schwierigen Marktumfeld Kompetenz und Markterfahrung wichtig sind. Diese sind in umserem XL-Venture Team vorhanden.

Die Fragen stellte Jann Ohlendorf

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