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Fragen um Yahoo

Der Dow Jones Index und der Nasdaq Index können gegen Mittag ihre Position in der Gewinnzone beibehalten. Das Technologiebarometer hält sich allerdings nur noch knapp im Plus. Anleger verkaufen gegen Mittag Aktien von Netzwerkausstattern. Die Stimmung in diesem Bereich haben Gewinnwarnungen von JDS Uniphase und Broadcom vermiest. Yahoo sorgt für Stirnrunzeln. Zulegen können Finanz-, Computer und Einzelhandelsaktien. Schwach tendieren gegen Mittag Medien-, Pharma- und Biotechnologiewerte.

Die Märkte haben heute Abby Joseph Cohen einige Gewinne zu verdanken. Die Chefstrategin von Goldman Sachs glaubt, dass die meisten Werte ihren Boden gefunden haben. Daher seien Aktien wieder attraktiver. Cohen erhöht in ihrem Portfolio die Aktiengewichtung von 65 auf 70 Prozent. Das letzte Mal hatte sie ihr Portfolio vor einem Jahr verändert, indem sie die Aktiengewichtung reduziert hatte. Jetzt ist Cohen wieder zuversichtlich: Das Kursniveau sei derzeit deutlich unterbewertet. Sie sieht den Dow Jones Index Ende des Jahres bei 13.000 Punkten.



Für Spekulationen sorgt am Vormittag Yahoo. Das Internetunternehmen ist vom Handel ausgesetzt worden. Eigentlich sollte das Management heute auf einem Analystentreffen von Merrill Lynch seine Strategien und seine Prognosen vorstellen. Doch Yahoo hat den Termin kurzfristig abgesagt. Heute nach Handelsschluss soll eine Pressekonferenz stattfinden. Übernahmegerüchte haben das Unternehmen allerdings schon aus dem Weg geräumt.



Im frühen Handel hat die Gewinnwarnung von JDS Uniphase Investoren noch nicht tangiert, gegen Mittag wird der Wert jedoch ins Minus geschickt. Der Glasfaserhersteller wird die Ziele im dritten und vierten Quartal verfehlen. Kunden bestellen weniger Komponenten, was die Gewinne belastet. Das Brokerhaus Lehman Brothers senkt dementsprechend die Gewinnschätzungen für 2001 und 2002. Die Aktie wird als Marketperformer bestätigt. Im Zuge der Gewinnwarnung werden auch Corning und Nortel abgestuft.



Auf der Verliererliste des Nasdaq Index findet sich auch Broadcom. Der Hersteller von Kommunikationschips kann seine Prognosen nicht einhalten. Als Begründung führt Broadcom die schwächere US-Konjunktur und einen geplatzten Auftrag an. Im vergangenen Monat hätten mehrere Kunden ihre Bestellungen aufgeschoben. Die Warnung kommt nicht überraschend. Vergangene Woche hatte bereits 3Com, Broadcoms größter Kunde, die Wall Street auf niedrigere Gewinne vorbereitet.



Übernahmespekulationen beflügeln den Kurs von Worldcom. Angeblich soll sich der Vorstand positiv zu einem Verkauf geäußert haben. Als Käufer könnte sich SBC Communications herausstellen. Worldcoms-Aktie war angesichts sinkender Telefongebühren, geringerem Umsatzwachstum und aggressiver Konkurrenz erheblich unter Druck geraten. Bis zum Mittag kann sie wieder um fünf Prozent steigen.



Unterstützen können den Einzelhandelssektor gute Zahlen von Toy`R`Us. Der Spielzeughändler übertraf die Schätzungen der Analysten. Insbesondere das Schlussverkaufsgeschäft verhalf dem Unternehmen zu überzeugenden Ergebnissen. Wal-Mart steht auf der Gewinnerliste des Dow Jones Indexes.

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