Frankfurt bleibt auf Abstiegsplatz
Hertha bricht nach der Pause ein

Hertha BSC hat am 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga in Kaiserslautern eine klare Führung am Ende noch aus der Hand gegeben. Der SC Freiburg entschied das Aufsteigerduell gegen Eintracht Frankfurt für sich.

HB Berlin. Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin ist zum zweiten Mal in dieser Spielzeit nach der Pause regelrecht eingebrochen. Beim 1. FC Kaiserslautern führten die Berliner nach einem Treffer von Nando Rafael (37.) und einem Eigentor von FCK-Kapitän Alexander Knavs (45.) schon mit 2:0. Doch in Halbzeit zwei sorgte zunächst Nationalstürmer Miroslaw Klose mit seinen Toren in der 47. und 68. Minute für den Ausgleich. Bill Tchato (77.) und Klose mit seinem dritten Treffer (79.) machten dann alles klar.

Während die Pfälzer nach der erfolgreichen Aufholjagd auf den zwölften Tabellenplatz kletteten, haben die Berliner weiterhin nur einen Punkt Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Und am Montag steht die Jahreshauptversammlung des Hauptstadt-Klubs auf dem Programm. Dort müssen Trainer Huub Stevens wie auch Manager Dieter Hoeneß mit unangehmen Fragen rechnen.

Stevens hatte vor 33.200 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion Natonalstürmer Fredi Bobic auf der Bank gelassen. Statt bildeten der Brasilianer Luizao und Nando das Sturmduo. Die Gastgeber waren von Beginn an spielbestimmend. Zwingende Torchancen sprangen aber nicht heraus. Erst nach gut 25 Minuten kamen die Gäste besser ins Spiel und gestalteten die Begegnung zunehmend offener. Nach der Führung durch Rafael landete ein Querschläger von Knavs im eigenen Tor.

Doch nach dem Seitenwechsel war von den Berlinern nichts mehr zu sehen. Kaiserslautern setzte sich in der gegnerischen Hälfte fest. Nach dem Ausgleich durch Klose hatte Hertha nichts mehr entgegenzusetzen. Die Pfälzer nutzten dies nun konsequent aus und kamen durch weitere Treffer von Tchato und erneut Klose zu diesem wichtigen Sieg.

Das zweite Sonntagsspiel fand zwischen Frankfurt und Freiburg statt. Trotz Personalproblemen spielte die Frankfurter Eintracht vor 25.000 Zuschauern im Dreisamstadion gut mit. Trainer Willi Reimann musste durch die Ausfälle von Geri Cipi (Rotsperre) und Jean Tsoumou-Madza (Knieprobleme) die komplette Abwehr umkrempeln. Im Mittelfeld der Hessen übernahm Ervin Skela die Regie. Der albanische Nationalspieler hatte Pech, als sein vermeintlicher Führungstreffer (19.) wegen eines vorangegangenen Fouls am Freiburger Boubacar Diarra von Schiedsrichter Lutz Michael Fröhlich (Berlin) nicht anerkannt wurde. Markus Beierle scheiterte nach einer halben Stunde gleich zweimal an SC-Schlussmann Richard Golz.

Der erst 19-jährige Sanou (12./23.) und der nicht gänzlich überzeugende Soumaila Coulibaly (32./33.) brachten einzig das Eintracht-Tor in Gefahr.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber den Druck und drängten die Eintracht weit in die eigene Hälfte. Angetrieben vom emsigen Sanou, der schon vor seinem Treffer zweimal nur knapp das Frankfurter Gehäuse verfehlte (57./67.), zeigten die Hausherren etliche gelungene Kombinationen. Die Hessen dagegen kamen nicht mehr über wenige Entlastungsangriffe, bei denen Ex-Nationalspieler Andreas Möller bei einem Lattentreffer (75.) kein Glück hatte, hinaus.

Sanou profitierte in seinem siebten Erstliga-Spiel bei seinem Siegtreffer von einem kapitalen Fehler des Frankfurter Schlussmannes Oka Nikolov. Den Schuss des Afrikaners aus Burkina Faso ließ der Keeper völlig unbedrängt durch die Hände ins Tor gleiten.

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